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Burgwedel Stiftung investiert in die Heimatstube
Umland Burgwedel Stiftung investiert in die Heimatstube
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15:37 27.07.2018
Der Hofkomplex des Deiken-Wöhlerschen Hofes in der Heinrich-Wöhler-Straße. Quelle: Frank Walter
Großburgwedel

Rund eine Viertelmillion Euro wird die General-Wöhler-Stiftung in ihre Immobilien in Großburgwedel und Meitze investieren. Der Erhalt der beiden historischen Fachwerkhäuser soll so langfristig gesichert werden. Während es sich in Meitze um ein Wohnhaus handelt, lockt die Heimatstube an der Heinrich-Wöhler-Straße bei Hoffesten und Ausstellungen regelmäßig Scharen von Besuchern an.

Für rund eine Viertelmillion Euro lässt die General-Wöhler-Stiftung ihre Immobilien für die Zukunft rüsten. Unter anderem erhält die Großburgwedeler Heimatstube ein neues Dach.

Die Inschrift in weißer Farbe verrät es: 1828 wurde das Hauptgebäude des Deiken-Wöhlerschen Hofes errichtet, und ebenso alt ist auch der Dachstuhl. Dieser muss nun an einigen Stellen verstärkt werden – das habe eine statische Überprüfung ergeben, sagt der Stiftungsvorsitzende Jürgen Veth. In dem angrenzenden ehemaligen Stalltrakt, der auch schon deutlich mehr als 100 Jahre auf dem Buckel hat, muss außerdem ein Schädlingsbekämpfer erneut gegen Holzwurm und Hausbock vorgehen, die dort dem Gebälk zusetzen. „Das komplette Dach des Objektes –rund 1000 Quadratmeter - wird zudem mit neuen Ziegel eingedeckt“, führt Veth weiter auf. Momentan stehen Eimer und Wannen unter den Löchern im Dach. Ebenfalls erneuert werden muss die Gasheizung in der Küche im Erdgeschoss – „die alte hat mehr als 40 Jahre ihren Dienst geleistet“.

Alle Arbeiten am Gebäude seien nach dem einstimmigen Beschluss des Vorstands mit der Denkmalpflege der Region abgestimmt worden, so Veth. An den ersten August-Tagen wird das komplette Haus eingerüstet, am 6. August sollen Zimmermann und Dachdecker mit ihren Arbeiten beginnen.

Sind die großen Arbeiten erledigt, wird ein neuer Zaun gebaut, und im Innern der Heimatstube wartet ebenfalls einiges an Reparaturen. So zeigen die Wände in der Küche lange Risse, und auch manche Gardine muss ersetzt werden. Außer einem bereits ausverkauften Konzert mit dem Trio Remember Ende Oktober wird es deshalb in diesem Jahr keine weiteren Veranstaltungen mehr in der Heimatstube geben. Für das Frühjahr 2019 plant Veth einen Großburgwedel-Vortrag, und auch den Tag der offenen Tür mit Hoffest zu Beginn der Sommerferien soll es wieder geben. Langfristig sucht Jürgen Veth einen Nachfolger für die Heimatstube, der dann auch für die Organisation der Themenausstellungen zuständig sein soll.

Im zweiten Stiftungshaus an der Dorfstraße in Meitze sollen Fenster erneuert und ebenfalls Holzschädlinge bekämpft werden. Die dortige kleine Remise braucht wohl einen komplett neuen Dachstuhl. Die Gespräche darüber mit der Denkmalpflege der Gemeinde Wedemark sind aber noch nicht abgeschlossen.

Finanzieren wird die Stiftung die insgesamt 200.000 bis 250.000 Euro teuren Investitionen komplett allein. Kleinere Grundstücke am Großburgwedeler Pöttcherteich und in Neitze wurden dafür verkauft, der Rest stammt aus Rücklagen.

Die Finanzierung wurde laut Veth ebenso mit der Stiftungsaufsicht abgestimmt wie eine mittlerweile auch genehmigte Satzungsänderung. Nachdem der Vorstand der General-Wöhler-Stiftung vor einem Jahr den damaligen stellvertretenden Vorsitzenden wegen unüberbrückbarer Differenzen abberufen hatte, wurde jetzt ein entsprechender Passus integriert. Zudem müssen künftig Kursgewinne aus Investmentfonds-Anlagen nicht mehr dem Stiftungskapital zugeschlagen, sondern können –auch mit Genehmigung des Finanzamtes - zur Bewältigung der Stiftungsausgaben verwendet werden.

Von Frank Walter

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