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Burgwedel Auch 2019 noch ohne Sprungtürme?
Umland Burgwedel Auch 2019 noch ohne Sprungtürme?
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17:12 26.06.2018
Es ist eher unwahrscheinlich, dass das Freibad auf der Ramhorst mit einer neuen Sprunganlage in die Saison 2019 startet. Quelle: Frank Walter
Burgwedel

Auf den Ein- und den Drei-Meter-Sprungturm im Großburgwedeler Freibad, die die Stadt aus Sicherheitsgründen gesperrt hat, werden Badbesucher wahrscheinlich auch zum Saisonstart 2019 noch verzichten müssen. Das räumte die Verwaltung am Dienstag auf Anfrage mit Hinweis auf weiteren Investitionsbedarf im Bad hin.

Wie berichtet, genügt die Sprunganlage nicht den aktuellen Sicherheitsnormen: Die Leiter sei zu steil, die Geländer seien nicht geeignet, ein potenzielles gefährliches Übersteigen zu verhindern, erklärte der zuständige Amtsleiter Götz-Gero Moeller. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung auf Nachfrage einen noch viel grundsätzlicheren Mangel offenbart, der während des Frühjahrsputzes im Freibad festgestellt worden war.

Vor dem Wiederbefüllen des Schwimmerbassins hat die Stadt nach einem Hinweis ihres Kommunalversicherers nachmessen lassen, ob im Sprungbecken die Seitenabstände den Vorschriften entsprechen. Das Ergebnis: Weder zu den Seitenwänden noch zwischen beiden Sprungtürmen reicht der Platz aus. Bei diesem Kenntnisstand gebe keine Alternative zu einer Sperrung: „Die Sicherheit der Badegäste hat oberste Priorität“, erklärt Bürgermeister Axel Düker.

Die Verwaltung hat den Sport- und Freizeitausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung über die aktuelle Lage informiert. Mittlerweile sei eine Freibad-Arbeitsgruppe gebildet worden, der außer Moeller und den Mitgliedern des Fachausschusses auch ein Vertreter des Schwimmvereins und Stadt-Architektin Claudia Kröger angehören. Das Gremium soll sich nicht nur um das Thema Sprunganlage kümmern, sondern grundsätzlich den Investitionsbedarf in dem 1961 eröffneten Bad ausloten. Ob die AG noch konkrete Mittelanforderungen für den regulären Haushaltsplan 2019 formulieren kann, versah Düker mit einem Fragezeichen.

Der potenzielle Handlungsbedarf ist auf jeden Fall nicht ohne. Die Beckenumrandung, deren scharfkantigen Betonplatten immer wieder begradigt werden müssten, sei nicht zeitgemäß, so der Bürgermeister. Die Durchschreitebecken sind Moeller zufolge ebenso ein Sanierungsfall wie die Warmwasserversorgung für die Duschen, die Rohre müssten im Wochenrhythmus gereinigt werden. In den Umkleidegebäuden kämpfe die Stadt gegen Schimmelbildung an. Zudem fehle für die Besucher oberhalb des Planschbeckenalters eine Attraktion. In der Arbeitsgruppe wollten die Kommunalpolitiker das Thema Freibad ganzheitlich und ohne Zeitdruck angehen, erklärte Düker.

Ob sich das Fehlen der Sprunganlage negativ auf die Besucherzahlen auswirkt, bestreitet der Bürgermeister. Im Gegenteil freue das Freibadteam sich über zusätzliche Klientel aus Langenhagen, das nach der Schließung des Godshorner Freibades das Schwimmen auf der Ramhorst für sich entdeckt habe.

Von Martin Lauber

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