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Burgwedel Massensturz: Audifahrer hat sich gemeldet
Umland Burgwedel Massensturz: Audifahrer hat sich gemeldet
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12:41 09.07.2018
Der Polizei liegen gegensätzliche Aussagen über das Zustandekommen des Massensturzes von 15 schwedischen Radlern auf der L 310 vor. Quelle: imago/Eibner
Fuhrberg

15 schwedische Radfahrer, die auf der L 310 in einem 30-er Pulk unterwegs wagen, kamen am vergangenen Montag auf der Landesstraße 310 auf dem Abschnitt zwischen Fuhrberg und der A-7-Auffahrt „Mellendorf“ zu Fall. Der mutmaßliche Verursacher des Massensturzes, ein Audi-Fahrer, hat sich nach der Berichterstattung in dieser Zeitung bei der Polizei gemeldet – die Geschichte aber ganz anders dargestellt.

Das Kommissariat Großburgwedel hatte per Zeugenaufruf nach einem auffälligen älteren Audi A 8 gesucht, dessen Fahrer nach Überholen der Radlergruppe wegen plötzlichen Gegenverkehrs scharf vor dem Pulk eingeschert sei und so die Kettenreaktion ausgelöst habe, bei der drei der 15 gestürzten Schweden leicht verletzt und zahlreiche Fahrräder beschädigt wurden. Wie die Polizei am Montag auf Anfrage erklärte, kommt der gesuchte Audifahrer aus dem Raum Burgwedel – doch mit dem Massensturz wolle er ursächlich nichts zu tun haben. Die Schweden seien vorher zu Fall gekommen, habe er gegenüber der Polizei angegeben.

Bis zur Klärung des Sachverhalts wird es wohl noch einige Zeit dauern. Denn die Radfahrer, die von Stockholm aus mit dem Ziel Paris unterwegs waren, haben nach der ärztlichen Behandlung ihrer verletzten Mitradler die Tour fortgesetzt. Die Skandinavier seien bisher nur befragt, aber noch nicht vernommen worden, erklärte Ral-Emil Bahn, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes. Möglicherweise seien die Vernehmungen erst nach der Rückkehr nach Schweden möglich. Von den Aussagen der Beteiligten könne möglicherweise abhängen, ob „nur“ wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort oder auch wegen des Verdachts auf gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr ermittelt werde.

Von Martin Lauber

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