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Burgwedel Brexit ist Thema bei Rede von Althusmann
Umland Burgwedel Brexit ist Thema bei Rede von Althusmann
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00:18 13.01.2019
Engagierte Rede: Der stellvertretende Niedersächsische Ministerpräsident Bernd Althusmann in Kokenhof. Quelle: Thomas Oberdorfer
Großburgwedel

 Prominenter Besuch in Großburgwedel: Am Mittwoch Abend schaute der stellvertretender Niedersächsische Ministerpräsident Bernd Althusmann im vollbesetzten Kokenhof in Großburgwedel vorbei. Die CDU hatte zu dem Abend eingeladen. Und als Wirtschaftsminister setzte er die Themen des Abends. Europa und der Brexit sowie die Digitalisierung waren die beiden großen Bereiche, über die Althusmann sprach.

Eigentlich sollte die Veranstaltung bereits im Dezember stattfinden, doch durch diesen Zeitplan machte die Bundeskanzlerin Angela Merkel höchst persönlich einen Strich. Nach ihrem Rücktritt als Parteichefin eilten Althusmann und andere als Delegierte zum Parteitag nach Hamburg. Für die Burgwedeler CDU und den Kokenhof ließ sich vor dem Jahreswechsel kein Termin mehr finden, plauderte Althusmann über die Vorbereitungen für den Abend.

Gruppenfoto nach einem gelungenen Abend: Landtagsabgeordneter Burgwedeler CDU-Stadtverbandschef Rainer Fredermann (von links), der stellvertretender Ministerpräsident Bernd Althusmann, CDU-Ortsverbandschefin Babette Zühlke-Thümler, Kokenhof-Chef Martin Kind und Joachim Schrader, Engenser CDU-Vorsitzender Organisator des Abends. Quelle: Thomas Oberdorfer

„Rainer, dass dauert jetzt ein wenig“, warnte Althusmann dann seinen Parteifreund und Gastgeber, den Burgwedeler CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Rainer Fredermann, zu Beginn seiner Rede. Althusmann nutzte die Gelegenheit, die Gäste auf die anstehende Europawahl im Mai einzustimmen. Und er warnte gleich zu Beginn vor den drohenden Folgen eines unkontrollierten Brexit: „118 Unternehmen aus Niedersachsen haben Niederlassungen in Großbritannien, die machen 20 Milliarden Umsatz und haben 13.000 Beschäftigte – glauben Sie nicht, dass ein unkontrollierter Brexit spurlos an unserem Bundesland vorbeigehen würde“, warnte er und forderte mehr Einsatz für Europa. „Bereitet Euch auf die Europa-Wahl vor. Die ist wichtig“, sagte Althusmann in seiner Rolle als Niedersächsischer CDU-Chef. Für viele im Saal hörte sich dies an, wie die Aufforderung zu einem engagierten Wahlkampf.

Althusmann zweites großes Thema war die Digitalisierung der Gesellschaft. „Greifen Sie einmal in ihre Tasche. Bei fast jedem steckt da ein iPhone drin. Oder ein anderes Smartphone. Wir nutzen diese Geräte heute ganz selbstverständlich mit ihren vielen Apps. Aber ist uns eigentlich klar, dass es diese Geräte gerade einmal seit elf Jahren gibt, fragte er seine Zuhörer. „Die Entwicklung ist rasant und andere Länder sind weiter als Deutschland“, sagte er mit Blick auf China. „Wir reden hier über die Einführung des 5G-Standard, in China planen sie 6-G. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht abgehängt werden“, mahnte er. „Telemedizin, von Satelliten gesteuerte Landwirtschaft und selbst Roboter in der Pflege, es gibt kaum einen Bereich in dem die digitale Technik nicht vordringt. Aber wir müssen die Menschen auf diesem Weg mitnehmen“, forderte Althusmann.

Nutzte die Gelegenheit für ein offenes Wort: Kokenhof-Chef Martin Kind. Quelle: Thomas Oberdorfer

Schon vor seiner Rede von nutzte Kokenhof-Chef Martin Kind die Gunst der Stunde und teilte als Hausherr, in einer teils launigen Rede, seine Sicht der politischen Dinge mit – und erntete dafür viel Applaus. Und dass, obwohl beileibe nicht all seine Vorstellungen mit dem CDU-Parteiprogramm in Einklang zur bringen waren. Sein Credo: „Ich weis, dass es schwer ist, über Regen zu sprechen wenn die Sonne scheint“, sagte der Unternehmer.

Und er richtete deutliche Worte an die Adresse der Politiker: „Wenn, wie jetzt einmal mehr Geld da ist, dann denken viele nur darüber nach, wie man es wieder ausgeben kann.“ Angesichts von hohen Schuldenbergen in Bund und Ländern, hält er dies nicht für einen guten Plan. Aber Kind wusste auch wie er die Zuhörer auf seine Seite ziehen konnte, als er er Großburgwedel als zum „Nabel der Welt“ erkor mit dem „Vorort Hannover“.

Leckerer CDU-Abend: Kokenhof-Mitarbeiterin Katja Neuenfeld serviert Grünkohl mit Kassler und Wurst. Quelle: Thomas Oberdorfer

Nach dem Erfolg in diesem Jahr – nicht jeder Kartenwunsch konnte erfüllt werden – schmiedet der Organisator des Abends, der Engenser CDU-Chef Joachim Schrader bereits an Plänen für eine Neuauflage der Veranstaltung. Und er hat auch schon eine Idee, wer dann als Hauptredner des Abends verpflichten möchte: „Wir könnten uns mit dem Niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers den Kabinettskollegen von Bernd Althusmann als besonderen Gast vorstellen“, verrät er.

Von Thomas Oberdorfer

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