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Burgwedel Gesang und Harfe verzaubern Zuhörer
Umland Burgwedel Gesang und Harfe verzaubern Zuhörer
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00:18 25.10.2018
Die Keltische Harfe von Pasemann und die beeindruckende Stimme von Siefert in schönster Harmonie Quelle: Jürgen Zimmer
Großburgwedel

Gleich in dem ersten Lied „The Origin of The Harp“ von Thomas Moore (1779-1852) wird das bestimmende Instrument des Konzerts besungen: Die Sirene, die vergebens flehend den auserwählten Jüngling herbeisehnt, wird aus Gnade des Himmels zur Harfe. Nun darf sie singen, bald von Liebe, bald von Gram. Die komplette Stimme von Antje Siefert verschmolz in vollendeter Harmonie mit der von Andreas Pasemann gespielten Keltischen Harfe.

Mit „The Quiet Land of Érin“ war das Konzert am Sonntagnachmittag in der St. Petri Kirche in Großburgwedel überschrieben. Der alte gälische Text „Árd Tí Cuain“ wurde 1956 von Joan O´Hara bearbeitet und schnell zu einem Hit bei den im Exil lebenden Iren, beschreibt es doch die Schönheit und Ruhe ihrer Heimat. Sicherlich war „The Last Rose of Summer“ das beim Publikum bekannteste Lied. Das wunderbare Gedicht, gleichfalls von Thomas Moore, wurde von wohl jedem bekannten Komponisten vertont, von Beethoven genauso wie von Benjamin Britten oder Max Reger. Auch in der Pop-Musik wurde das Gedicht unzählige Mal vertont.

Der zweite Block des Konzerts gehörte der jungen französischen Komponistin und Harfenistin Cécile Corbel, die in „Painted Veil“ eine Art Vexierbild beschreibt. Wer den anspruchsvollen Text des Liedes nicht kennt, darf sich an der zarten Melodie und dem einfühlsamen Gesang erfreuen. Pasemann und Siefert haben ein musikalisch interessantes Programm zusammengestellt. Irisch- gälische Lieder waren die Klammer um die moderne Französin Corbel und Werke aus dem frühbarocken England und Italien, von John Dowland bis Claudio Monteverdi.

Diese Gegenüberstellung über Jahrhunderte der Harfenmusik versuchte Siefert zwischen den Liedern zu erläutern. Da vermutlich keiner der Besucher diese Informationen auf die Schnelle verarbeiten konnte, wäre hier eine schriftliche Fixierung hilfreich gewesen. Aber der ehrliche und herzliche Applaus der Besucher in der vollen St. Petri Kirche zeigte, dass das Konzert auch so ein voller Erfolg war. Dafür gab es dann „Scarborough Fair“ als Zugabe. Es ist ein Rätsel-Song, der keine Antworten gibt, sie, die Rätsel, führen nirgendwo hin. Die in Deutschland bekannteste Version dieses Folksongs stammt von Simon & Garfunkel. Eine Version unter Tausenden, bei den „echten“ Folk-Musikern verpönt, beim breiten Publikum erfolgreich.

Erneut ist es Kreiskantor Christian Conradi gelungen, ein musikalisches Schatzkästlein zu öffnen, reich an erlesenem Konfekt. Dank des Musikförderkreises war auch dieses Konzert kostenfrei.

Von Jürgen Zimmer

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