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Burgwedel Halteverbot, auch wenn Baustelle pausiert
Umland Burgwedel Halteverbot, auch wenn Baustelle pausiert
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00:20 14.09.2018
Auch ohne laufende Arbeiten bleibt das Parken auf beiden Seiten der Burgdorfer Straße bis auf Weiteres verboten. Quelle: Lauber
Großburgwedel

Großburgwedel besitzt seit Montag, 7 Uhr, eine sehenswerte Schilda-, nein Schilder-Allee als raumgreifende Installation auf der Burgdorfer Straße. Und Physiotherapeut Jens Bartels hat die originellste Idee dazu: „Da können wir doch eine Initiative gründen, die die Schilder umdreht“, sagte er scherzhaft am Dienstagmittag. Da hatten sich am Empfang seines Gesundheitszentrums schon mehrere Patienten darüber beklagt, wie schwer es jetzt sei, einen Parkplatz in der Nähe zu finden.

Die Höchstparkdauer für die Parkbucht vor dem Geschäfts- und Praxiszentrum Burgdorfer Straße 2 ist vor kurzem von zwei Stunden auf 30 Minuten verkürzt worden, damit Postkunden immer schnell einen Parkplatz finden. Im Hintergrund ist die Halteverbots-Allee zu sehen. Quelle: Martin Lauber

Tag 2 des beidseitigen Halteverbots an der Burgdorfer Straße war nicht Tag 2 der Kabelarbeiten. Am Montag hatte die vom Energieversorger Avacon beauftragte Firma Suchschachtungen durchgeführt, um festzustellen, ob der Platz ausreicht für das geplante 20 Kilovolt-Stromkabel (dies ist der Fall). Das war selbsterklärend. Aber schon am Dienstag ruhten die Arbeiten wieder. Und so ganz ohne Baustelle kam manchem Autofahrer die Einsicht abhanden in die Sinnhaftigkeit von insgesamt rund 10 Halteverbotsschildern – wie dem Vernehmen nach auch der Polizei, die ihr Kommissariat um die Ecke hat und angeregt haben soll, den Schilderwald etwas auszulichten.

Egal, wie viele Schilder es nun sind: Die Patientinnen der gynäkologischen Praxis und Tagesklinik im Gebäude Burgdorfer Straße 2 sind nicht amüsiert über die aktuell grundlose Erschwerung der Parkplatzsuche, berichtet Frauenarzt Björn Brunke. Das Stellplatzangebot sei ohnehin nicht üppig, zumal seit kurzem die Parkdauer für die Parkbucht von zwei Stunden auf 30 Minuten limitiert wurde. Und jetzt das!

Und wann gehen die Arbeiten weiter? Laut Avacon-Pressesprecherin Michaela Fiedler irgendwann „in den nächsten ein bis zwei Wochen“. Bei insgesamt drei Firmen, die an verschiedenen Stellen im Großburgwedeler Stadtgebiet gleichzeitig tätig sind, um insgesamt 23 Kilometer Kabel neu zu verlegen, sei es schwer möglich, das exakter zu sagen. Die Region Hannover hat das Halteverbot bis zum 5. Oktober angeordnet. So lange die Anordnung laufe, so ein Sprecher, seien die Schilder nicht minder verbindlich als reguläre Verkehrszeichen. Mit Jens Bartels’ Schilda-Initiative wird es dann wohl nichts.

Von Martin Lauber

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