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Burgwedel Flohmarkt-Zwangspause endet am 12. August
Umland Burgwedel Flohmarkt-Zwangspause endet am 12. August
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00:18 09.07.2018
Solche Flohmarktszenen soll es ab August wieder auf dem Ikea-Parkplatz in Großburgwedel geben. Quelle: Jarolim-Vormeier (Archiv)
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Großburgwedel

 Einen der beliebtesten Sonntagsflohmärkte der Region Hannover gibt es nach fast einjähriger Zwangspause höchstwahrscheinlich bald wieder. Nach der Änderung des Feiertagsgesetzes im Juni spricht jetzt nichts mehr gegen ein Ja der Behörden zum Neustart des Ikea-Flohmarkts in Großburgwedel. Für den 12. August hat der Betreiber einen Antrag gestellt.

Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg vom April 2017 waren Sonntagsflohmärkte in Niedersachsen plötzlich unter die sehr restriktiven Einschränkungen für die Sonntagsöffnung im Feiertagsgesetz gefallen. Kalt erwischt wurde von diesem Urteil auch Frank Baumbach, der mit seiner Firma Draagon Event Service die Traditionsveranstaltung in Großburgwedel auf dem Ikea-Parkplatz seit 2001 mit konstant hohem Zuspruch veranstaltete.

Nach einem Dreivierteljahr Zwangspause können sich Händler und Kunden nach auf ein Revival höchstwahrscheinlich im August freuen. Quelle: Jarolim-Vormeier

Mochte die Betroffenheit bei Kunden und Händlern noch so groß sein und mochten die von Lesern geposteten Emojis in der Kommentarspalte der Online-Ausgabe dieser Zeitung noch so viele Tränen vergießen: Die Stadt Burgwedel gab als örtlich zuständige Genehmigungsbehörde für 2018 kein grünes Licht mehr. „Wir können nicht gegen das Gesetz verstoßen“, so rechtfertigte Ordnungsamtsleiterin Andrea Stroker das damals achselzuckend gegenüber dieser Zeitung. Sechs Markttermine hatte der Draagon Event Service geplant gehabt.

Doch am 20. Juni kam die Wende: Der niedersächsische Landtag änderte das Feiertagsgesetz. Mit Inkrafttreten sind in jeder Umlandkommune von Hannover sowie in den acht Stadtbezirken der Landeshauptstadt, wo seit Jahresbeginn mal eben 30 bis 40 Flohmärkte ausgefallen sind, gewerblich organisierte Flohmärkte mit überwiegend privaten Händlern wieder einmal im Monat zulässig. Diesem Profil entspricht auch der Ikea-Flohmarkt in Großburgwedel.

Und so klingt es nun aus dem Burgwedeler Rathaus, an das Frank Baumbach einen Antrag auf Genehmigung eines Flohmarktes am 12. August sowie vier weiterer Termine bis zum Jahresende gestellt hat, ganz anders: „Von meiner Seite spricht nichts dagegen“, sagte Stroker am Freitag auf Anfrage. Dem Ordnungsamt obliegt es, gegenüber der Region Hannover eine Ausnahme vom Feiertagsgesetz zu bejahen. „Die Region muss es dann nur noch festsetzen“, sagte sie. Die Stadt habe, nachdem die Parkplatzprobleme der Anfangszeit ausgeräumt waren, nur positive Erfahrungen mit dieser Veranstaltung gemacht: „Der Markt war immer ein Selbstläufer.“ Auch nach Aussage von Regionssprecherin Christina Kreutz ist dank der Gesetzesänderung „der Weg frei für eine rechtssichere Genehmigung“ – vorbehaltlich einer positiven Stellungnahme aus Burgwedel.

Baumbach sieht dem Genehmigungsbescheid also mit Zuversicht entgegen. 220 bis 250 Händler haben nach seiner Aussage jedes Mal auf dem Möbelhausparkplatz ihre Stände aufgebaut, die Kunden kämen aus der ganzen Region Hannover und darüber hinaus. Trotz „Entzugserscheinungen“ bei der Flohmarkt-Klientel rechnet er damit, dass die frühere Frequenz erst nach einer „Anlaufkurve“ wieder erreicht wird.

Von Martin Lauber

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