Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Burgwedel Krankenhaus operiert erstmals per Schlüsselloch-Methode
Umland Burgwedel Krankenhaus operiert erstmals per Schlüsselloch-Methode
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 09.07.2018
"Ich feiere jeden Tag!" Patientin Barbara Buhrmester ist Chefarzt Dr. Aref Alemi dankbar für die geglückten Operationen. Quelle: Gabriele Gerner
Großburgwedel

Der Krebs ist besiegt. Barbara Buhrmester hat zwei Operationen gut überstanden. Ihr Körper ist jetzt vollständig frei von Krebs. Das Besondere an den Eingriffen: Statt eines großen Bauchschnitts wurden die Operationen im Krankenhaus Großburgwedel erstmalig mit minimalinvasiver Methode durchgeführt. Bei dieser auch „Schlüsselloch-Chirurgie“ genannten Praxis leiten die Ärzte eine extrem hochauflösende Videokamera und Werkzeuge zum Schaben und Entfernen erkrankten Gewebes durch winzige Löcher in der Bauchdecke. Über einen Monitor sehen die Mediziner in starker Vergrößerung, wo die zu entfernenden Stellen sind und wie die Schnittwerkzeuge zu führen sind.

„Ich operiere auf diese Weise schon seit 2008“, sagt Aref Alemi, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Großburgwedel. Mit seinem Antritt zum 1. Januar diesen Jahres hatte er sich vorgenommen, diese schonende Operationsmethode auch im Krankenhaus Großburgwedel einzuführen und bestellte die dazu nötigen Endoskopie-Instrumente und Kameras. “Diese Methode ist eine Kombination von elektrochirurgischer Technik und extrem hochauflösenden Videokameras“, sagt der Chefarzt. „Die Vorteile dieser schonenden Operations-Methode liegen auf der Hand“, erklärt der 53-Jährige „Die Patienten verlieren kaum Blut, sind schneller wieder auf den Beinen als nach OPs mit großen Schnitten und die Entfernung des erkrankten Gewebes ist genauso exakt möglich. Außerdem besteht nicht das Risiko einer Wundheilungsstörung wie nach einem großen Bauchschnitt.“

„Drei Tage nach den Operationen war ich komplett schmerzfrei und am fünften Tag konnte ich jeweils das Krankenhaus verlassen“, bestätigt Patientin Barbara Buhrmester. Nachdem sie an Gebärmutterkrebs erkrankt war, entfernte Alemi bei ihr per Bauchspiegelung die Gebärmutter, die Eileiter sowie die Eierstöcke. Drei Wochen später trennte er zudem bei der Patientin Lymphdrüsen und -knoten ab, die von Krebszellen erfasst worden waren. „Dies geschah im Bereich beidseits der Beckenwand und in der Nähe der Aorta bis zum Nierenstiel. Das erforderte ein sehr genaues Arbeiten“, erläutert er.

Krebsfrei zum 75. Geburtstag

Barbara Buhrmester, die vorher bis auf die Geburt ihrer Tochter noch nie im Krankenhaus gewesen ist, hatte keine Sekunde gezögert, sich diesen Operationen zu unterziehen. „Ich habe in Dr. Alemi einen Arzt gefunden, dem ich voll vertraue“, sagt die Hellendorferin bestimmt. „Mit seiner ruhigen, kompetenten und menschennahen Art hat er mich überzeugt. Er hat mich nie zu etwas gedrängt und mir alle Optionen genannt.“ Dass sie im Krankenhaus Großburgwedel operiert wurde, sei Zufall gewesen. „Hier hat man mir am schnellsten einen Termin gegeben“, erzählt sie. „Und mit einer Krebsdiagnose hat man nicht unbedingt viel Zeit.“ Dass sie nun komplett krebsfrei ist, ist für die 74-Jährige ein großer Grund zur Freude. Gefragt, ob sie ihren 75. Geburtstag ganz besonders feiere, antwortet sie: „Ich feiere jetzt schon jeden Tag!“

Von Gabriele Gerner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Stadt Burgwedel und Region Hannover sehen nach der Änderung des Feiertagsgesetzes den Weg frei für eine Genehmigung des Ikea-Flohmarktes in Großburgwedel – nach 9 Monaten Zwangspause.

09.07.2018

Das lange Warten auf die DNA-Untersuchung hat keine wirkliche Klarheit gebracht: Für den Riss einer Heidschnucke am 15. März bei Thönse ist der Wolf als Verursacher „nicht nachweisbar“.

08.07.2018

Es hat viel Geduld und Diskussionen gebraucht, aber jetzt haben die Arbeiten für das neue Außengelände der St.-Petri-Kita in Großburgwedel begonnen. Bis zum Ende der Sommerferien soll der Erlebnisgarten für Kinder fertig sein.

05.07.2018