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Burgwedel Kunstverein zeigt Werke zum Thema Upcycling
Umland Burgwedel Kunstverein zeigt Werke zum Thema Upcycling
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15:06 11.01.2019
Aus Alt macht Neu: Silke Jüngst stellt aus Kunststoffkarten Schmuck her. Quelle: privat
Isernhagen F.B

Aus Alt macht Neu: Der Kunstverein Burgwedel-Isernhagen widmet sich in diesem Jahr bei allen Ausstellungen und weiteren Projekten dem Leitthema „Upcycling“. Die erste Ausstellung trägt den Namen „Umgewandelt“ und wird am Sonntag, 20. Januar, um 17 Uhr im KulturKaffee Rautenkranz eröffnet. Viktoria Krüger, Vorsitzende der Künstlerinnenvereinigung Gedok aus Hannover, führt in das Thema ein.

Heralde Schmitt-Ulms stapelt Kisten zu Lampen. Quelle: privat

Zehn Gedok-Frauen hat der Kunstverein eingeladen, um ganz unterschiedliche Arbeiten zum Thema Abfall zu zeigen. Mit dabei sind Ursula Jenss-Sherif, Silke Jüngst, Marion Kerns-Röbbert, Sigrid Kislizyn, Erika Klee, Almut Ranze-Sanders, Heralde Schmitt-Ulms, Rosemarie Sprute, Barbara Sowa und Ute Oesterheld-Petry.

Künstlerin Erika Klee beispielsweise verwendet alte Stoffe, die sie bemalt und mit unterschiedlichen Mustern bestickt. Ihre Kollegin Heralde Schmitt-Ulm stapelt aussortierte, bunte Kunststoffkisten und verwandelt sie in Lampen. Ein weiteres Beispiel liefert Künstlerin Silke Jüngst: Sie schneidet alte Kunststoffkarten zurecht und stellt daraus Halsschmuck her.

„Die Auseinandersetzung der Kunst mit Alltagsproblemen ist immer schon ein Ausgangspunkt für wichtige neue Strömungen im Bereich der bildenden und angewandten Kunst gewesen“, sagt Kunstverein-Chef Stefan Rautenkranz. Die moderne Wegwerf- und Überflussgesellschaft habe das eigentlich Selbstverständliche – die weitestgehende Weiterverwertung von Dingen des Alltags – aus den Augen verloren. Trotz großer Bemühungen, den Müll zu trennen, werde jeden Tag immer noch viel zu viel Unrat weggeworfen. „Gerade im künstlerischen Bereich sind diese Materialien wertvoll, und kreative Künstler auf der ganzen Welt sind bemüht, unserem Müll ein zweites Leben zu schenken“, so Rautenkranz.

Den Abfall für neue Kunstwerke zu verwenden, ist nicht neu. Künstler wie zum Beispiel Kurt Schwitters, Pablo Picasso, Marcel Duchamp und Andy Warhol haben bereits vor Jahrzehnten mit ihren Ideen neue Weg eingeschlagen.

Die Werke sind nach der Vernissage noch bis Freitag, 15. März, sonntags bis mittwochs jeweils von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung im KulturKaffee Rautenkranz an der Hauptstraße 68 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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