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Nachrichten 3,5 Millionen Euro für Kleinburgwedels OGS
Umland Burgwedel Nachrichten 3,5 Millionen Euro für Kleinburgwedels OGS
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00:17 09.09.2017
Von Martin Lauber
Rechts vom Haupteingang soll der neue Anbau für Mensa und Bücherei andocken. Quelle: Martin Lauber
Kleinburgwedel

Aus Kleinburgwedels dereinst beschaulicher Grundschule wird eine moderne zweizügige Offene Ganztagsschule (OGS), die auch ihr Gesicht deutlich verändern wird. Stadt-Architektin Claudia Kröger hat am Dienstagabend im Schulausschuss ihr Konzept vorgestellt, das die Stadt bis zur Jahreswende 2019/2020 umsetzen will.

Wesentliches Merkmal: Rechts des Haupteingangs soll ein angewinkelter Gebäudeflügel den Freiraum vor der Schule bis zum Moorweg ausfüllen und einen kleinen Innenhof umschließen. In dem neuen Trakt soll eine Mensa, die 60 Kindern Platz bietet, und die Kinder- und Jugendbücherei untergebracht werden, außerdem ein Ruheraum, zwei Horträume, Büros für den OGS-Koordinator sowie Personalräume für die Erzieherinnen.

Die Platzierung von Bücherei und Mensa Richtung Dorf hat nicht nur symbolische Bedeutung: Externe Gruppen, die den "multifunktionalen" Speisesaal für Veranstaltungen nutzen möchten, werden den Unterrichtsbetrieb der Schule gar nicht betreten müssen. Eigene (auch Erwachsenen-gerechte) Toiletten machen das möglich.

Auch auf der Rückseite soll die Grundschule um einige Meter wachsen, und zwar in Richtung Schulhof. Unter anderem sollen dort ein Werkraum, ein Stuhllager für die Pausenhalle und ein Erste-Hilfe-Raum Platz finden.

Ohne den Abriss von Teilen des Gebäudebestands sind die Pläne nicht zu realisieren. Die frühere Hausmeisterwohnung, in der zurzeit der Hort seinen Sitz hat, soll dem vorderen Anbau weichen. "Zurückgebaut", so die Verwaltungsvorlage, wird ebenfalls der alte WC-Trakt - aber erst, nachdem im Scheitelpunkt der beiden Klassenraumtrakte Ersatz hochgezogen worden sein wird. Diese Arbeiten sollen im kommenden Sommer beginnen. Im Anschluss daran sollen  Verwaltungs- und Horträume, Mensa, Küche und Bücherei neu errichtet werden.

3,5 Millionen Euro soll der Neubau insgesamt kosten, wobei laut Verwaltung dank des Einsatzes einer haus-eigenen Architektin die Baunebenkosten gering gehalten werden könnten. Auf 350.000 Euro wurden in der Schulausschusssitzung die ersaprten Honorarkosten beziffert.

Der Schulausschuss stimmte einmütig dafür, im Haushaltsplan für 2018 eine erste Zwei-Millionen-Euro-Rate für die Schulerweiterung zu reservieren. Zum Baukonzept selbst steht ein Beschluss noch aus. Der Ortsrat soll auf Antrag von Thorsten Rieckenberg (CDU) dazu noch angehört werden. Immerhin gehe es - gegenüber dem Haus der Kirche - um einen "sehr prägnanten Ort für Kleinburgwedel".

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