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Nachrichten Kartons bleiben auch in Burgwedel stehen
Umland Burgwedel Nachrichten Kartons bleiben auch in Burgwedel stehen
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00:15 27.09.2017
Leere Kartons müssen draußen bleiben: Großburgwedeler ärgern sich über neue Abhol-Methode von Aha. Quelle: Symbolbild
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Großburgwedel

Bei Mathias A. herrscht Verständnislosigkeit: Schon immer stellte er am Sonntagabend ab und zu Pappkartons vor die Tür, damit Aha-Mitarbeiter sie am Montag bei der Altpapier-Abholung mitnehmen kann. Doch vor zwei Wochen blieben die leeren Kartons zum ersten Mal stehen. Auf ihnen klebt ein Zettel, der besagt, dass sie sich nicht in der vorgeschriebenen Verpackung befänden.

"Dann habe ich die Kartons in acht blaue Plastikmüllbeutel verpackt", so wie vorgeschrieben, erzählt A. Am Montag darauf nimmt Aha die Säcke anstandslos mit. "Das ist doch für die Umwelt nicht sinnvoll. Und einen Zettel auf die Kartons kleben dauert länger, als diese einfach mitzunehmen", glaubt er.

Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller weiß, dasss auch andere Bewohner des Steinekengangs mit dem neuen Vorgehen von Aha schlechte Erfahrungen gemacht haben. "Ich hätte mir von Aha gewünscht, sie hätten die Bürger darüber informiert", sagt Fortmüller, der ebenfalls im Steinekengang wohnt.

Aha will von neuen Regelungen beim Altpapier nichts wissen. Auf Anfrage teilte das Unternehmen mit, dass es Altpapier schon seit langem ausschließlich in blauen Säcken, Tonnen oder Containern mit blauem Deckel abhole. Großkartonagen würden als Ausnahme nur gefaltet und leer mitgenommen. Falls doch einmal ganze Kartons mitgenommen würden, sei dies nur aus Kulanz geschehen. Häufig seien diese nämlich unhandlich, mit schwerem Inhalt gefüllt oder von Regen durchweicht, wodurch sie leicht reißen würden.

Diese Argumentation vertrat Aha bereits in Bezug auf die Beschwerden aus Isernhagen. Fortmüller und A. verstehen trotzdem nicht so richtig, wieso diese Kulanz nun offensichtlich nicht mehr zur Anwendung kommt. Für A. ist die beste Lösung, wenn Aha wieder die Kartons lose mitnehmen würde. Eine mögliche Alternative, eine Altpapiertonne für alle zwölf Mitparteien seines Hauses, hält er nicht für zielführend: "Die ist doch auch sofort voll, wenn dort einer seine Kartons entsorgt."

Von Elena Everding

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