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Nachrichten Schläger kommt vor Gericht mit blauem Auge davon
Umland Burgwedel Nachrichten Schläger kommt vor Gericht mit blauem Auge davon
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18:04 21.02.2018
Eine nächtliche Prügelei unter jungen Männern auf dem Rewe-Parkplatz in Mellendorf endete nun vor dem Amtsgericht Burgwedel mit zwei leicht Verletzten und einer Bewährungsstrafe samt Geldauflage in Höhe von 1200 Euro. Quelle: Archiv
Großburgwedel

Sechs Zeugen sagten am Donnerstag bei der Verhandlung im Amtsgericht Großburgwedel zu einem Vorfall im Sommer 2017 aus, bei dem der 27 Jahre alte Angeklagte zwei 21-Jährige mit Schlägen verletzt hatte. Am Ende standen sechs Monate Haft auf Bewährung samt 1200 Euro Geldauflage für den Wedemärker mit erheblichem Vorstrafenregister. 

Die Sommernacht im August 2017 begann recht harmonisch. Der 27-jährige fuhr mit einer Bekannten mit dem Auto durch die Gegend und parkte gegen Mitternacht auf dem Parkplatzgelände vor Rewe und Aldi in Mellendorf. Zwei Männer, beide 21 Jahre alt, klopften an die Scheibe des Wagens. Der 27-Jährige und seine Begleiterin fühlten sich provoziert, der Wortwechsel wurde immer aggressiver. Schließlich stieg der 27-jährige aus dem Auto und schlug einen der Kontrahenten gleich zweimal, der daraufhin zu Boden ging. Der 21-Jährigen erlitt Prellungen im Gesicht, am Ellbogen und Oberkörper. Sein gleichaltriger Freund versuchte zu schlichten, bekam aber von dem 27-Jährigen angeblich auch einen Fausthieb gegen den Kiefer. Die ersten beiden Schläge gab der Angeklagte zu, den Angriff auf den zweiten jungen Mann stritt er jedoch ab. Doch weitere Zeugenaussagen, Fotos und ein ärztliches Attest stützten die Glaubwürdigkeit der beiden 21-Jährigen.

Der Angeklagte ist kein unbeschriebenes Blatt. Seit seiner Jugend ist er schon mehrfach verurteilt worden. In Anbetracht der zahlreichen Vorstrafen folgte Richter Michael Siebrecht dem Antrag der Staatsanwältin und verurteilte den Wedemärker zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die er für drei Jahre auf Bewährung aussetzte, sowie einer Geldauflage in Höhe von 1200 Euro. Strafmildernd kam zur Geltung, dass der 27-Jährige zwei der drei Schläge eingeräumt hatte und ein positives soziales Umfeld vorweisen kann. Er geht einer regelmäßigen Arbeit nach, wohnt mit seiner Lebensgefährtin und der gemeinsamen Tochter zusammen und hat sich seit seiner Entlassung aus dem Gefängnis vor mehreren Jahren nichts mehr zuschulden kommen lassen. Doch Richter Siebrecht warnte ihn: „Diemal kommen Sie noch mit einem blauen Auge davon. Wenn so etwas noch einmal vorkommt, gehen Sie wieder ins Gefängnis.“

Unkommentiert in der Urteilsbegründung ließ Siebrecht die Versuche des Angeklagten, den einen 21-Jährigen dazu zu bringen, die Anklage zurückziehen zu lassen – er hatte ihn im sozialen Netzwerk Facebook und auch bei einer persönlichen Begegnung dazu aufgefordert.

Von Gabriele Gerner

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