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18 Firmen stellen bei Ausbildungsmesse vor

Burgwedel 18 Firmen stellen bei Ausbildungsmesse vor

Die erste Auflage der Ausbildungsmesse wird am 2. März noch eine mehr oder weniger geschlossene Veranstaltung für die Oberschüler –aber eine mit nachhaltigen, weil praktisch zu erprobenden Angeboten.

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Wirtschaftsförderer Jürgen Hansen

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel.  14 jeweils 15-minütige „Dates“ an Firmen-Infoständen ihrer Wahl  sind Pflicht für jeden Schüler: Für dieses stramme Pensum soll die Zeit ausreichen bei der „1. Burgwedeler Ausbildungsmesse“ am Freitag, 2. März, in der Aula der Oberschule (OBS). 

Fast alles ist akribisch geplant: Schon Tage vor der Messe werden Firmen-Steckbriefe über den Monitor in der Pausenhalle der OBS flimmern. Schüler und Lehrbetriebe werden per Infobogen über die individuellen Erwartungen und Angebote der jeweils anderen Seiten bescheid wissen, bevor die Messe startet. Das stellt sicher, dass die kostbare Viertelstunde nicht verplänkelt wird. Azubis sollen als Ansprechpartner auf Augenhöhe zur Verfügung stehen und  jede Firma etwas Berufsspezifisches bereit halten, an dem man sich praktisch ausprobieren kann. Beides hatten Burgwedeler Oberschüler bei einer Vorab-Umfrage klipp und klar als Wünsche für die Messe formuliert.

So gut frequentiert wie noch nie war das sechste Ausbilder-Frühstück

So gut frequentiert wie noch nie war das sechste Ausbilder-Frühstück.

Quelle: Martin Lauber

Das alles haben diverse Arbeitsgruppen seit dem fünften Ausbilder-Frühstück im November festgezurrt für das Messe-Gemeinschaftsprojekt von Stadt, der Wirtschaftsförderung der Region sowie der Wirtschaft vor Ort. 17 verbindliche Anmeldungen aus Burgwedel lagen Freitagvormittag vor – vom Gartenbaubetrieb bis zur Versicherung, vom Handel über Spedition bis zum Metallbau und Pflege.  Auch die Stadt wirbt für ihre Ausbildungsplätze. Und mit dem Maritim Airport Hotel kam zuletzt ein 18. Aussteller aus Langenhagen dazu.  

Die Dynamik ist beträchtlich: Bei der sechsten Auflage des Frühstücks am Freitagvormittag im Großburgwedeler Amtshof hatte sich mit 65 Gästen die Teilnahmerzahl gegenüber dem letzten Mal mehr als verdoppelt. Allerdings hatte die Stadt auch insgesamt 1.600 örtliche Betriebe angeschrieben.

Düker: An einem Strang ziehen

Mit den geburtenstarken Jahrgängen werden in den kommenden Jahren viele Fachkräfte in den Ruhestand gehen – das Nachwuchsproblem trifft sowohl die Betriebe wie ihre Standortgemeinde. Wirtschaft und Kommune müssten deshalb an einem Strang ziehen –von der Kinderbetreuung über die schulische bis hin zur digitalen Infrastuktur, erklärte Burgwedels Bürgermeister Axel Düker zur Bergrüßung. Auch das  Ausbilder-Frühstück folge diesem Impuls. Eine Messe mit viel Praxisbezug, die die lokale Ausbildungslandschaft transparent macht, mache schon deshalb Sinn, weil „unklare Berufsvorstellungen“ das größte Ausbildungshemmnis seien,  erklärte Jürgen Hansen, Wirtschaftsförderer der Region Hannover.

Andrea Thun gehört zum harten Kern der Organisatoren

Andrea Thun gehört zum harten Kern der Organisatoren.

Quelle: Martin Lauber

Andrea Thun von der Elektromaschinenbau-Firma Steinlen gehört zum harten Kern des Organisationsteams. Sie stellte den Ablauf des Messetages dar, der nur von 8 bis 13.30 Uhr dauern wird. Außer den 80 Neuntklässlern sowie interessierten Zehntklässlern von der Oberschule sind auch die Gymnasiasten aus Klasse 9 und 10 willkommen. Da das Gymnasium am 2. März  nachmittags einen Tag der Offenen Tür hat, war sie aktiv an der Messevorbereitung bisher nicht beteiligt. 

Das auf rund 100 Schüler ausgelegte Intensiv-Programm werden deshalb viele Gymnasiasten wohl nicht durchlaufen können – dafür müsste eine solch praktische Messe zeitlich ausgedehnt werden, erklärte Thun. Ob am 2. März eine „offene Runde“ angehängt werden kann, wie Firmenvertreter angeregten, ist eher unwahrscheinlich.  

Homepage für den Ausbildungsverbund

So wurde schon auf die Zeit nach der Messe geschaut. Bianca Fitzthum, die sich um Logo und Slogan kümmern wird, regte an, dem gedeihenden Ausbildungsverbund über kurz oder lang eine Homepage im Internet zu gönnen. Der attraktive Wirtschafts- und Ausbildungsstandort soll im Vordergrund stehen und das Gymnasium bei der zweiten Messe, so der allgemeine Tenor, gefälligst mit an Bord sein.

Von Martin 

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