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Umland Burgwedel Nachrichten Französische Schüler besuchen das Gymnasium
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00:34 20.04.2018
30 Austauschschüler aus Domfront und ihre Gastfamilien freuen sich mit Lehrern und Offiziellen auf ein spanndes Programm in dieser Woche. Quelle: Gabriele Gerner
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Großburgwedel

 „Non“, es ist nicht sein erstes Mal in Deutschland. Clément Gousseau aus Domfront hat bereits fünfmal Urlaube im Land verbracht. Das liegt sicher auch daran, dass seine Mutter Deutschlehrerin ist. Doch ganz allein in einer deutschen Familie ist der 17-Jährige jetzt zum ersten Mal. Er ist einer von 30 französischen Schülern aus Domfront, die eine Woche lang das Gymnasium Großburgwedel besuchen und bei deutschen Gastfamilien wohnen.

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Clément Gousseau und seine Gastschwester Eda Tüzün sind gespannt auf das Programm der nächsten Tage.

Seine Gastschwester Eda Tüzün und deren Eltern hat er erst am Abend zuvor kennengelernt, bei seiner Ankunft in Großburgwedel. 16 Stunden lang ist Clément mit seinen Mitschülern im Bus gefahren. Die Verständigung klappt gut, Clément hat bereits seit vier Jahren Deutschunterricht. Die 15-Jährige Eda freut sich schon darauf, ihrem Gastschüler viel von Deutschland zu zeigen. Ob sie indes im nächsten Jahr auch für eine Woche nach Frankreich geht, da ist sie noch nicht sicher.

Sicherheit in der jeweils anderen Sprache, Offenheit anderen Kulturen gegenüber, Völkerverständigung – das sind die Ziele des Austauschprogramms, das sich in diesem Jahr zum 25. Mal jährt. „Ein Jubiläum, auf das das Gymnasium Großburgwedel sehr stolz ist“, beteuert Matthias Heßbrüggen, kommissarischer Schulleiter, bei der offiziellen Begrüßung der Austauschschüler am Dienstagmorgen.

Feuer und Flamme für die andere Kultur

Wohin es führen kann, wenn Schüler Feuer und Flamme für eine andere Kultur sind, führt Andreas Listing aus. Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Domfront-Burgwedel wurde als Schüler einst ohne sein Wissen von seinem Vater für einen Austausch nach Frankreich angemeldet. „Da lernte ich richtige Franzosen aus Fleisch und Blut kennen. Das war schon etwas Anderes als immer nur die Familie Dupont aus meinem Französischbuch“, erzählt er lachend. Der Funke sprang bei ihm damals über. Land und Leute faszinierten ihn, seine Französisch-Noten verbesserten sich fast automatisch – und heute ist er Leiter der Stabssstelle für Europaangelegenheiten der Region Hannover. 

Wohin der Kontakt mit dem Nachbarland die heutigen französischen und deutschen Schüler führt, wird die Zukunft zeigen. In dieser Woche steht zunächst das Kennenlernen Norddeutschlands auf dem Programm. Nach einer Rallye durch Großburgwedel am Dienstag werden sie am Mittwoch Hannover besichtigen und am Donnerstag nach Bremen und ins Klimahaus nach Bremerhaven fahren. „Einige Gastfamilien werden mit ihren französischen Gästen am Sonnabend das Heimspiel von Hannover 96 gegen den FC Bayern München besuchen“, berichtet Französischlehrerin Heike Sievert, die den Austausch mitorganisiert. „Für Fußballfans wird dies sicher ein besonderer Höhepunkt.“

Von Gabriele Gerner

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