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Umland Burgwedel Nachrichten Hoppenstedt hat gehörigen Respekt vorm Kanzleramt
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01:29 01.03.2018
Hendrik Hoppenstedts Arbeitsplatz wird, sollte es zu einer neuen Großen Koalition kommen, im Kanzleramt von Angela Merkel stehen.  Quelle: privat
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Großburgwedel

 Auch am Tag nach seiner überraschenden Berufung als einer von drei Staatsministern im Kanzleramt sind Hendrik Hoppenstedts Gefühle  gemischt: „Ich freue mich, habe aber auch gehörigen Respekt vor dem, was mich dort erwartet“, sagte der  Bundestagsabgeordnete aus Großburgwedel am Montag am Rande des CDU-Parteitages in Berlin. Der Posten in der Regierungszentrale wird Hoppenstedts Präsenz – anders als bisher - künftig auch während der sitzungsfreien Wochen erfordern. Dass das schwierig wird für seine Ehefrau und seine beiden fünf- und sechsjährigen Töchter, verhehlte der 45-Jährige nicht. „Wir müssen das auf uns zukommen lassen“, so der Familienvater.

Die Kanzlerin suchte einen Juristen

Die Bund-Länder-Angelegenheiten inklusive der Vertretung der Bundesregierung im Bundesrat sowie der Kontakt zum Ältestenrat  werden – vorausgesetzt, es kommt zu einem SPD-Votum für eine Große Koalition – in Hoppenstedts Ressort fallen. Der Großburgwedeler wird dann neben seinem Abgeordnetenbüro am Platz der Republik ein weiteres Büro direkt im Kanzleramt beziehen. Warum er von Angela Merkel berufen wurde, darüber kann  Burgwedels früherer Bürgermeister nur mutmaßen: „Ich hatte wohl einige Fürsprecher. Und ich habe immer versucht, im Bundestag und im Rechtsausschuss meine Arbeit ordentlich zu machen.“ Vor allem habe die Kanzlerin für den Posten von Helge Braun, der Kanzleramtschef werden soll, einen Juristen gesucht.

Hoppenstedt will Chef der CDU Hannover-Land bleiben

Hoppenstedt hat den Anspruch, sich nach wie vor so häufig wie möglich in seinem Wahlkreis 43 Hannover-Land I, den er seit 2013 vertritt, sehen zu lassen. Es sei aber allen Beteiligten klar, dass dies nicht mehr im alten Umfang möglich sein wird. „Dafür kann ich nur um Verständnis bitten“, sagte der Politiker. An seinem Amt als Parteichef der CDU-Hannover-Land will der Großburgwedeler festhalten.

Burgwedels CDU-Vorsitzender, der Landtagsabgeordneter Rainer Fredermann, sagte am Montag, er und die beiden anderen CDU-Landtagsabgeordneten in Hoppenstedts Wahlkreis wollten versuchen, den designierten Staatsminister in seiner Heimatregion zu unterstützen.  „Da landet sicher der eine andere Termin auch bei mir“, so der Wettmarer. Hoppenstedt werde zwar weniger, aber nicht weniger markant in der Region präsent sein. Seine Berufung ins Kanzleramt treffe ihn nicht unverbereitet, sagte Fredermann:. „Er hat sich mit seiner Besonnenheit großes Renommee in Berlin verschafft.“

Caren Marks: Keine Personalfragen vor dem Mitglieder-Votum 

Aus Sicht der langjährigen SPD-Bundestagsabgeordneten Caren Marks aus der Wedemark  ist Wahlkreisarbeit auch mit herausgehobenen Posten im Berliner Regierungsapparat durchaus vereinbar: „Mir ist es jedenfalls gelungen, trotz meiner zusätzlichen Aufgabe als Parlamentarische Staatssekretärin im Wahlkreis präsent zu sein. Das Amt des Staatsministers entspricht ja dem Amt der Parlamentarischen Staatssekretäre.“

Marks ist nach der Konstituierung des neu gewählten Bundestages im Oktober 2017 als Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium Teil der geschäftsführenden Bundesregierung geblieben. Über ihre eigenen Ambitionen innerhalb einer neuen Großen Koalition hielt sie sich auf Anfrage bedeckt. „Die SPD führt derzeit keine Personaldebatten, so ist es verabredet“, sagte sie. Erst nach der Mitgliederbefragung werde im Falle einer Zustimmung das Personaltableau festgelegt.

Von Martin Lauber

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