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Umland Burgwedel Nachrichten Kinder lernen, was Zeit bedeutet
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13:53 22.02.2018
Eltern und Kinder tauschen sich über die Zeit aus. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Kleinburgwedel

Wer kennt es nicht: Gerade morgens, wenn es in den Kindergarten oder zur Schule geht, haben Kinder alle Zeit der Welt. Dann müssen die Eltern drängeln, dass sie sich beeilen, um nicht zu spät zu kommen – und das drückt auf die Stimmung. Über das Thema Zeit haben sich Eltern und ihre Kinder am Sonnabendnachmittag im Kleinburgwedeler Haus der Kirche ausgetauscht.

„In welcher Zeit wächst ein Apfelsamen?“, fragt Robert Heinrich in die Runde. Dabei fordert er alle auf, sich auf den Boden zu legen und sich wie ein Samen zusammenzurollen. Etwas später recken und strecken sie sich alle wieder, weil aus dem Samen ein kleiner Baum wächst. Bis dann aber auch ein Apfel geerntet werden könne, dauere es sehr lange, erklärt Robert Heinrich.

Dann bringt seine Frau Patricia zwei Bleche voll mit Muffins herein. Die kleinen Kuchen müssen noch gebacken werden. „Sie brauchen 15 bis 20 Minuten im Backofen“, sagt die zweifache Mutter und stellt die Zeit auf einer Eieruhr ein. „Wie lange dauert das?“, fragt ein Kind. Bis die Uhr klingele, anwortet sie. Um die Zeit zu überbrücken, geht es auf die andere Seite des großen Raumes. Dort bauen Eltern und Kinder in Gruppen Türme aus Holzklötzen. Die Aufgabe lautet, innerhalb von drei Minuten den höchsten Turm zu bauen. Hierfür wird eine Sanduhr umgedreht. „Drei Minuten sind aber ganz schön lang!“, stellt der siebenjährige Kristoph fest, der zusammen mit Mandy Dietterle und Eva Blume den Turm in die Höhe baut. „Wieso, die Minuten sind doch schnell vergangen“, sagt Pastor Jens Blume, dem es anders vorkommt. Die Zeit empfinden Erwachsene und Kinder augenscheinlich sehr unterschiedlich. Es gibt die gefühlte Zeit, gemessene Zeit, erlebte Zeit, gedachte Zeit.

Um Minuten, Stunden, Monate und Jahre geht es auch weiter im Haus der Kirche. Was bedeutet es, wenn eine Person bald Geburtstag hat und eine andere erst in acht Monaten? Das beantworten Kinder und Erwachsene unterschiedlich. Die fünfjährige Lonja hat beispielsweise im August Geburtstag. Das sei stets im Sommer und „noch lange hin“, sagt ihr Vater Lars Rosenbusch. Die Fünfjährige hingegen kann das gar nicht quantifizieren: „Habe ich noch dieses Jahr Geburtstag?“, fragt sie ahnungslos.

Zwischendurch machen die Familien bei Kaffee, Saft sowie mittlerweile abgekühlten Muffins eine Pause und klönen. Das sei auch gewünscht, um sich besser kennen zu lernen, sagt Robert Heinrich – und zwar ganz ohne Zeitdruck.

Die Familien treffen sich einmal im Monat. Wer Interesse hat, an einer der nächsten Veranstaltungen am Sonnabend, 24. April, 4. August oder 17. November jeweils ab 15.30 Uhr teilzunehmen, kann sich bei Pastor Jens Blume unter Telefon (05139) 3826 melden.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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