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Nachrichten Burgwedel: Plaketten sollen Einbrecher abschrecken
Umland Burgwedel Nachrichten Burgwedel: Plaketten sollen Einbrecher abschrecken
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20:50 23.02.2018
Michael Fritsch (von links), Axel Düker, Roger Möhle und Günter Heller zeigen Plakette und Infobroschüre. Quelle: Jarolim-Vormeier
Großburgwedel

Rund 120 Einbrüche und Einbruchversuche in Burgwedel und Isernhagen zählte das Polizeikommissariat Großburgwedel im vergangenen Jahr. Zu viele, meinen Stadt und Polizei. Um die Zahl zu senken, will Burgwedel verstärkt auf Prävention setzen und ist daher jetzt dem Netzwerk „Zuhause sicher“ beigetreten.

„Es geht darum, die Bürger zu sensibilisieren“, sagte Bürgermeister Axel Düker am Dienstagnachmittag im Rathaus. Die Stadt könne keine Handwerker empfehlen, dafür aber jedem Bauherren allgemeine Informationen zum Einbruchsschutz in die Hand geben. Der Bürgermeister ließ sich selbst auch schon beraten. „Auch wenn man denkt, an alles gedacht zu haben, kommen kleine Lücken ans Tageslicht.“

Jeder Einbruch habe nicht nur finanzielle, sondern auch psychische Folgen, betonte Kommissariatsleiter Günter Heller. In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk sollen nun Haus- und Wohnungseigentümer die Möglichkeit bekommen, sich in Sachen Einbruchs-, aber auch Brandschutz beraten zu lassen. Einbrechern soll es damit von vornherein schwerer gemacht werden.

Mitglied im Netzwerk, das 2005 auf Initiative der Polizei Nordrhein-Westfalen gegründet wurde, sind aktuell 380 Partner, unter anderem Handwerksbetriebe, Schulen und Unternehmen. Die Stadt Burgwedel übernimmt die Veröffentlichung von Informationen in Form von Infobroschüren, auf ihrer Homepage und bei Veranstaltungen.

Hauptakteur im Netzwerk ist die Polizei. Das Präventionskonzept fußt vor allem auf einer etwa zweistündigen kostenlosen Beratung direkt im Haus oder in der Wohnung. Bei einer Schwachstellenanalyse erkennen die Mitarbeiter der Technischen Prävention der Polizeidirektion Hannover, welche Bereiche im Haus Einbrecher als Einstiegsmöglichkeit nutzen könnten. „Die häufigsten Schwachstellen sind Türen und Fenster“, sagte Michael Fritsch, Kriminalhauptkommissar bei der Polizeidirektion . Er bemängelte, dass bei neuen Fenstern oft viel zu wenig auf den Einbruchsschutz geachtet werde. Dabei sei die Nachrüstung zwar möglich, aber der Sicherheitsschutz könne im Nachhinein nicht mehr auf dem Niveau eines neuen Produkts erreicht werden.

Bei einer Beratung werden die Vorschläge der Polizei in einem Protokoll festgehalten. Immobilieneigentümer können Handwerksbetriebe beauftragen, die Mitglied einer sogenannten Schutzgemeinschaft innerhalb des Netzwerkes und speziell geschult sind. Am Ende können Eigenheimbesitzer ihr Haus noch einmal von der Polizei prüfen lassen. Wenn die Sicherheit verbessert wurde, gibt es eine Plakette.

Dass die Plakette Einbrecher abhält, zeigen nach Fritschs Angaben die Zahlen: 1004 Plaketten hat das Netzwerk „Zuhause sicher“ seit 2010 vergeben – und in keinem dieser Objekte sei eingebrochen worden.

Während die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei im Bürgermeisterbüro besiegelt wurde, informierte indes Uwe Bollbach an einem Infostand der Polizei im Rathaus über die Einbruchssicherheit. Viele Besucher scharrten sich um den Beamten, um zu erfahren, wie sie etwa ihre Fenster besser sichern – und Karin Düker versuchte vergeblich, mit einem Schraubenzieher ein Fenster aufzuhebeln.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.zuhause-sicher.de und bei der Polizeidirektion Hannover unter Telefon (0511) 1091114. Dort können auch Beratungstermine vereinbart werden.

Von Katerina Jarolim-Vormier

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