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Nachrichten Burgwedel: Diebespaar greift in fremden Tresor
Umland Burgwedel Nachrichten Burgwedel: Diebespaar greift in fremden Tresor
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00:42 20.04.2018
Das Amtsgericht Burgwedel hat ein Pärchen verurteilt, dass Schmuck gestohlen und versetzt hatte.  Quelle: Frank Walter
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Großburgwedel

Schmuck im Wert von rund 1350 Euro hat ein diebisches Pärchen aus dem Tresor einer Großburgwedelerin gestohlen. Die 23-Jährige hatte sich zudem des Betrugs schuldig gemacht, weil sie große Teile des Diebesguts zwei Tage später bei einem Juwelier veräußert hatte. Amtsrichter Michael Siebrecht verurteilte beide zu je vier Monaten Haft auf Bewährung und 100 Sozialstunden – und bewahrte sie damit vor dem Gefängnis.

An einem Frühabend Ende Januar 2017 war das Duo mit einem flüchtigen Bekannten unterwegs gewesen, dem Sohn der späteren Geschädigten. Weil er dringend auf die Toilette gemusst habe, habe er die junge Großburgwedelerin und den Mann aus Celle mit ins Haus der Mutter genommen, berichtete der 31-Jährige. „Ich wusste, es würde etwas länger dauern“. Tatsächlich muss seine „Sitzung“ einige Minuten in Anspruch genommen haben: Währenddessen hatten die beiden Besucher ausreichend Zeit, nach dem Tresorschlüssel zu suchen und den Safe anschließend zu leeren. Beide erbeuteten eine Goldkette, ein Silberarmband, mehrere Ringe, eine Kredit- und eine EC-Karte sowie eine Armbanduhr – ohne dass es der Sohn merkte. Erst die Mutter entdeckte später den Verlust und alarmierte die Polizei.

Konfrontiert mit dem Verdacht, hatte die junge Frau die Tat gleich eingeräumt, sich bei der Geschädigten noch vor der Verhandlung im Amtsgericht Burgwedel entschuldigt und auch die Uhr wieder zurückgegeben. Den Rest der Beute hatte die Frau bereits zwei Tage nach der Tat bei einem Juwelier für insgesamt 1000 Euro verkauft. Ihr Bekannter aus Celle hatte dabei vor dem Geschäft gewartet, anschließend hatten beide das Geld geteilt. Der 29-Jährige hatte gegenüber der Polizei zu den Vorwürfen geschwiegen und hielt dies auch vor Gericht so.

Die Großburgwedelerin, aus deren Safe der Schmuck gestohlen worden war, konnte als Zeugin wenig beitragen. „Ich war zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause“, sagte sie aus. Und auch zum Wert des Schmucks, den die Polizei auf 1350 Euro taxiert hatte, konnte die Frau selbst keine Angaben machen. Sie sprach nur von einem ideelen Wert der Goldkette, die sie von ihrer Oma bekommen hatte.

Weil sowohl die Frau als auch der Mann bereits mehrfach einschlägig vorbestraft sind, plädierte die Staatsanwältin auf eine kurze Freiheitsstrafe ohne Bewährung: für ihn drei und für sie vier Monate. Auch der Amtsrichter hatte keine Zweifel an der Tat. Dennoch folge Michael Siebrecht nicht dem Antrag der Staatsanwaltschaft, obwohl beide justiz- und hafterfahren seien. Für die junge Frau spreche, dass sie die Tat einräume, und für den Mann aus Celle die derzeitige Partnerschaft sowie die Aussicht auf eine Arbeitsstelle. Dennoch mahnte er in seiner Urteilsbegründung:  „Sie müssen sich künftig bewähren und den Absprung schaffen. Falls nicht, müssen Sie dann bei der nächsten Tat ins Gefängnis.“

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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