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Nachrichten Negativrekord beim Projekt Rettungsring
Umland Burgwedel Nachrichten Negativrekord beim Projekt Rettungsring
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00:29 16.06.2018
Ehrenamtliche Beckenrandhelfer üben mit den Schülern das Schwimmen. Quelle: Elena Everding
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Großburgwedel

Mit einem traurigen Rekord geht das Projekt Rettungsring in diesem Jahr in die achte Runde. Die Stadt Burgwedel bietet dabei in Kooperation mit dem Schwimmverein Burgwedel kostenlosen Schwimmunterricht für Schüler weiterführender Schulen an. 66 Jugendliche haben sich in diesem Jahr angemeldet – so viele wie noch nie.

Seit Montag üben die Schüler im Freibad Großburgwedel jeden Vormittag fleißig das Schwimmen, insgesamt zwei Wochen lang bis zu den Sommerferien. Die Schwimmtrainer Katrin Leschke und Sebastian Schmidt sowie fünf junge Schwimmverein-Mitglieder als Beckenrandhelfer sind jeden Tag ehrenamtlich im Einsatz. Von 10 bis 13 Uhr trainieren sie in drei Gruppen aufgeteilt das Schwimmen, dabei findet eine intensive Betreuung statt.

„Die Zahl der Nichtschwimmer in weiterführenden Schulen steigt leider von Jahr zu Jahr kontinuierlich an“, sagt Leschke. Vor drei Jahren waren es noch lediglich 19 Anmeldungen. Die Schüler kommen dabei aus allen gesellschaftlichen Schichten und von allen Schulformen in Burgwedel. Allerdings sei mittlerweile ein zunehmender Teil der Projektteilnehmer Geflüchtete.

Die Gründe für die vielen Nichtschwimmer sind laut Leschke unter anderem, dass sich manche Familien Schwimmkurse oder den Eintritt ins Schwimmbad nicht leisten können. Auch komme es vor, dass die Eltern selbst Nichtschwimmer sind. „Dann können sie das Schwimmen natürlich auch nicht ihren Kindern beibringen“, sagt Leschke.

Die Lehrer der Großburgwedeler Schulen melden die Schüler für das Projekt an, nachdem sie einen Bedarf festgestellt haben. Für das Schwimmtraining werden die Kinder und Jugendlichen vom Unterricht freigestellt, genau wie die ehrenamtlichen Beckenrandhelfer.

Bevor es ins Wasser geht, besprechen die Helfer mit den Schülern die Baderegeln, machen Trockentraining und wärmen siech gemeinsam auf. Im Wasser lernen die Schüler dann die richtige Schwimmtechnik, später üben sie sogar Sprünge vom Startblock und das Tauchen. Am Ende des Kurses können sie das Schwimmabzeichen Seepferdchen oder Bronze ablegen.

„Die Schüler sind motiviert und haben Spaß an der Sache“ sagt Leschke zufrieden. Ein Junge, der am Montag noch gar nicht schwimmen konnten, zieht nun bereits fünf Bahnen am Stück – ein großer Erfolg für die Schwimmtrainerin. In kleinen Gruppen üben die Helfer mit den Schülern, jeden Tag eine Dreiviertelstunde. „Man sieht, dass die Kinder schwimmen lernen wollen – und das klappt großartig“, stellt Leschke fest.

Von Elena Everding

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