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Umland Burgwedel Nachrichten CDU-Kandidat Hoppenstedt sucht Nähe zu Bürgern
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18:41 18.09.2017
Von Bernd Haase
Hendrik Hoppenstedt hat einen prall gefüllten Terminkalender.Foto: Franson Quelle: Samantha Franson
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Burgwedel

Vormittags Wahlkampfstand vor dem Supermarkt in Wedemark-Wennebostel, nach der kurzen Mittagspause Haustürbesuche, am Abend eine Veranstaltung mit Bundestagspräsident Norbert Lammert in Großburgwedel: So oder ähnlich sieht der Terminkalender von Hendrik Hoppenstedt derzeit täglich aus. Der Bundestagswahlkampf erreicht die Endphase. „Es geht mir um die direkten Kontakte zu den Bürgern“, sagt der CDU-Politiker.

Hoppenstedt will das Direktmandat im Wahlkreis Hannover-Land I verteidigen. Im nördlichen Umland der Landeshauptstadt hat er es vor vier Jahren Caren Marks von der SPD abgenommen, die auch jetzt wieder seine Konkurrentin ist. Gemessen an diesem Resultat und an den Umfragewerten geht der 45-jährige frühere Burgwedeler Bürgermeister als Favorit ins Rennen, aber das Wort vermeidet er. „Ich habe gewisse Chancen“, sagt er.

In der für die CDU positiven Grundstimmung sieht Hoppenstedt auch eine Gefahr: „Die Leute könnten denken, dass schon alles gelaufen ist, und deshalb am Wahltag zu Hause bleiben.“ Da hält er dagegen, zumal sein zwölfter Platz auf der Landesliste keine wirkliche Garantie für ein erneutes Bundestagsmandat ist, sollte es mit der Direktwahl nicht klappen.

Das packe ich in meinen Koffer für Berlin

Mehr Rechtsdurchsetzung: Als stellvertretender Vorsitzender des Rechtsausschusses liegt mir unser Rechtsstaat besonders am Herzen. Aus vielen Gesprächen im Wahlkreis auch mit unzufriedenen Bürgerinnen und Bürgern habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass unsere Gesetze meistens ausreichen, um Missstände zu beheben. Ob Justiz, Jobcenter oder Ausländerbehörden: Die Bundesländer und damit auch Niedersachsen müssen konsequenter bestehendes Recht anwenden.

Planungsrecht verschlanken: Ob Brückensanierungen an der B 6 in Neustadt, die Ortsumgehung Wunstorf oder unbeschrankte Bahnübergänge in Burgdorf: Bei Verkehrsprojekten dauern Planungen zu lange. Unser Planungsrecht muss schlanker werden.     

Hoppenstedt ist in Thönse geboren und lebt mit seiner Familie auf dem Grundstück seiner Eltern in Großburgwedel. Im Bundestag amtiert der Jurist als stellvertretender Vorsitzender des Rechtsausschusses. „Es ist das Gremium mit den meisten Sitzungen, weil fast alle wichtigen Gesetze dort behandelt werden“, sagt er.

Die wenige Freizeit, die ihm bleibt, verbringt Hoppenstedt mit seiner Familie und gern auch mit Gartenarbeit. Und wenn es wieder ins Büro nach Berlin geht, dann hat er häufig Bilder im Gepäck, die seine vier und sechs Jahre alten Töchter gemalt haben: „Das erinnert mich an arbeitsreichen Tagen daran, dass es bei aller Leidenschaft für die Politik auch noch Wichtigeres gibt.“

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