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CDU behält ihre Hochburg in Burgwedel

Burgwedel CDU behält ihre Hochburg in Burgwedel

Obwohl die CDU am Sonntagabend noch besorgt auf die ersten Ergebnisse der Bundestagswahl schaute, gibt es doch lachende Gesichter in Burgwedel. Mit 39,5 Prozent erreichten die Christdemokraten regionsweit die meisten Stimmen.

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Burgwedels Politiker kommentieren den Ausgang der Bundestagswahl.

Quelle: Symbolbild

Burgwedel. Und der Burgwedeler Hendrik Hoppenstedt ist als einziger CDU-Kandidat direkt in den Bundestag gewählt worden. "Mit 52,2 Prozent der Erststimmen in Burgwedel ein überzeugendes Ergebnis", kommentierte Rainer Fredermann, CDU-Landtagsabgeordneter und Parteivorsitzender in Burgwedel. Seiner persönlichen Einschätzung nach habe die AfD viel zu viele Stimmen erhalten. In den kommenden vier Jahren will er sich dafür starkmachen, die Protestwähler der AfD wieder zurückzugewinnen. Als kompliziert, aber nicht unmöglich sieht Fredermann die Regierungsbildung zwischen CDU, FDP und Grünen in Berlin an. Für die Landtagswahl in drei Wochen wünscht er sich indes eine Koalition von nur zwei Parteien. Nach der Wahl sei vor der Wahl, sagte Fredermann, der bereits seit Längerem für die Landtagswahl am 15. Oktober aktiv ist.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Burgwedels SPD-Vorsitzender Andreas Strauch auf die Wahl. "Auf Bundesebene ist das Ergebnis von 20,5 Prozent bitter", sagte er. Aber in Burgwedel liegt die SPD mit 22,8 Prozent eindeutig über dem Bundesdurchschnitt. Das wertete Strauch als sehr positiv. Und, bezogen auf das Ergebnis der AfD in Burgwedel: Immerhin hätten dort weniger Wähler als bundesweit für die Partei ein Kreuz gemacht. Für Strauch gilt es, die AfD in Zukunft klein zu halten. Sein Anspruch für die SPD ist, weiterhin alles dran zu setzen, mit entsprechenden Konzepten eine Volkspartei zu bleiben. "Wegducken geht nicht", sagt der Sozialdemokrat.

Zufrieden blickt die FDP auf das Resultat der Bundestagswahl. Nach Aussage des Burgwedeler FDP-Vorsitzenden Ferdinand Bruss hat es sich ausgezahlt, vier Jahre lang systematisch eine neue Position aufzubauen. Die Freien Demokraten haben im Vergleich zur vergangenen Kommunalwahl ihre Stimmenzahl nahezu verdoppelt und 13,1 Prozent erreicht. Sehr erfreulich sei das Abschneiden der FDP mit über 15 Prozent in Isernhagen. "Diesen Schwung wollen wir in die Landtagswahl mitnehmen", erklärte der FDP-Mann zuversichtlich. "Der Stimmenzuwachs der AfD passt uns gar nicht."

Ein Ziel, das sich die Grünen für die Bundestagswahl in Burgwedel gesteckt hatten, haben sie nicht erreicht: Sie wollten wie 2013 drittstärkste Kraft werden. Nun seien sie nur noch an vierter Position, bedauerte der Parteivorsitzende Olaf Slaghekke. Bedenklich findet der Grüne den Rechtsruck im neuen Bundestag. "Alle demokratischen Parteien sind jetzt gefordert", sagte er. Auf kommunalpolitischer Ebene sieht er weniger Probleme. Eine Zusammenarbeit mit dem einen AfD-Abgeordneten im Rat der Stadt Burgwedel sei keine Option für die Grünen, erklärte er.

Hingegen sieht Volker Körlin von der AfD im Bundestagsergebnis seiner Partei eine Bestätigung für seine eigene kontinuierliche Ratsarbeit. Auch wenn seine Partei in Burgwedel mit 8,5 Prozent den Bundesdurchschnitt von 12,6 nicht erreicht habe, spricht er von einem starken Wahlergebnis auf hohem Niveau und hofft auf ebenso viele Stimmen bei der Landtagswahl.

Ein schwieriges Pflaster ist Burgwedel für die Linke. Auch wenn sie im Bund auf 9,2 Prozent kam, erreichte sie dort nur 4,9 Prozent. „Uns fehlen aktive Mitglieder“, begründete das Heiko Weichert, Vorsitzender des Verbandes Nord-Ost.

Von Katerina jarolim-vormeier

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