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Döpkes: Treu in der Ehe und zur Feuerwehr

Burgwedel Döpkes: Treu in der Ehe und zur Feuerwehr

Vor genau 50 Jahren, am 22. September 1967, haben sich Manfred und Ursula Döpke das Jawort gegeben – und in diesen fünf Jahrzehnten zählte die Freiwillige Feuerwehr von Anfang an zur Familie dazu. Dank dieses Engagements kennt fast jeder Großburgwedeler das Paar.

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So sahen Ursula und Manfred Döpke bei ihrer Hochzeit aus.

Quelle: Stephan Hartung (repro)

Großburgwedel. Schließlich stand Manfred Döpke wegen seines ehrenamtlichen Engagements für die Ortsfeuerwehr Großburgwedel lange Zeit im Blick der Öffentlichkeit. Zunächst begann er den ehrenamtlichen Dienst im Jahr 1959, später wirkte er zehn Jahre als stellvertretender Ortsbrandmeister, dann folgten weitere 18 Jahre als Ortsbrandmeister. Als er 2003 von seinem Amt zurücktrat, wurde er sofort zum Ehrenortsbrandmeister ernannt. „2019 bin ich 60 Jahre dabei“, sagt er durchaus mit Stolz. Ursula Döpke gehörte selbst nie der Feuerwehr an, dennoch war sie jederzeit im aktiven Einsatz. „Waffeln oder Kuchen backen, Brötchen schmieren – bei den vielen Veranstaltungen gab es für uns Frauen ja immer genug zu tun“, sagt Ursula Döpke und lacht.

Beide sind Ur-Großburgwedeler. Und hier hat auch 1963 alles angefangen, als sie sich seinerzeit über den Weg gelaufen sind. „Ja, das kann man wörtlich nehmen“, sagt Ursula Döpke. Als Mädchen, damals noch unter ihrem Familiennamen Sperling, traf sie Manfred Döpke in Großburgwedel. „Einfach auf der Straße, das war ja damals so, man hatte irgendwelche Treffpunkte mit Freunden.“ Über den Weg waren sich die jungen Leute ohnehin vorher mal gelaufen, wenn auch unbewusst. „Stimmt, vielleicht auf dem Schulhof. Wir waren ja in Großburgwedel in der gleichen Schule, wenn auch in verschiedenen Jahrgängen“, sagt der heute 74-Jährige. 1965 war die die Verlobung, aber bis zur Hochzeit 1967 legte Döpkes Vater noch sein Veto ein. Aber nicht gegen die Braut. „Er wollte, dass ich noch die Meisterschulung absolviere“, erinnert sich Manfred Döpke. „Das gehörte sich damals einfach so.“ Schließlich war der berufliche Werdegang schon vorgezeichnet, Döpke konnte den 1945 von seinem Vater gegründeten Malerbetrieb übernehmen, seine Frau unterstützte ihn als gelernte Bürokauffrau. Mittlerweile führt Tochter Petra die Firma in der dritten Generation.

Die Döpkes sind zweifache Eltern, dreifache Großeltern und seit Dezember 2016 sogar Urgroßeltern. „Wir genießen die Zeit, kümmern uns gern um die Jüngsten“, sagt die heute 70-jährige Ursula Döpke. Denn selbstredend gehörte in der Vergangenheit viel Freizeit der Feuerwehr. „Natürlich war es eine Umstellung für mich, als ich aus dem aktiven Dienst ausgeschieden war – und dann die Sirenen heulten“, sagt Manfred Döpke und lacht. „Ganz abschalten kann man nicht, aber unsere Feuerwehr ist gut aufgestellt. Da bin ich sicher, dass alles gut klappt. Und von meinem Nachfolger kann ich mir ja alles erzählen lassen.“ Carsten Rüdiger, der aktuelle Ortsbrandmeister, wohnt nämlich gegenüber. Er ist am Sonnabend auch dabei, wenn eine Abordnung der Feuerwehr – aus Großburgwedel, aber auch vom Partnerverein aus Bad Ems – eingeladen ist. Am Freitag feiern die Döpkes mit Freunden und Familie.

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Fotostrecke Burgwedel: Döpkes: Treu in der Ehe und zur Feuerwehr

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Von Stephan Hartung

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