Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Investor plant mit 40 statt zwölf Wohnungen
Umland Burgwedel Nachrichten Investor plant mit 40 statt zwölf Wohnungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:29 24.02.2018
An der Ecke Kleinburgwedeler Straße/Wiesenstraße will ein Investor drei neue Gebäude mit zusammen 40 Wohnungen errichten lassen. Quelle: Philipp Bader
Großburgwedel

Ein Investor will auf einem bislang spärlich bebauten Grundstück an der Ecke Kleinburgwedeler Straße/Wiesenstraße in Großburgwedel drei bis zu dreistöckige Mehrfamilienhäuser mit 40 Wohnungen errichten lassen. Geplant ist zudem eine Tiefgarage. Der Burgwedeler Bau- und Planungsausschuss hat jetzt noch Nachbesserungen für die nötige Änderung des Bebauungsplans gefordert.

Der Bauherr hatte sein Vorhaben schon vor längerer Zeit in einer nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt. Erneut und diesmal in öffentlicher Sitzung kam das Vorhaben nun auf die Agenda, weil sich herausgestellt habe, dass für die Realisierung des Projekts das Grundstück stärker bebaut werden müsse als bislang geplant, so Bauamtsleiter Oliver Götze.

Bislang stehen auf dem Eckgrundstück zwei zweigeschossige Mehrfamilienhäusern mit zwölf Wohnungen sowie einem Garagenhof, daneben bleibt viel Platz für Rasen. Die per Bebauungsplan von 1965 höchstzulässige sogenannte Geschossflächenzahl beträgt bislang 0,8. Diese möchte der Investor auf 1,2 angehoben wissen – die Summe der Geschossflächen dürfte dann maximal das 1,2-Fache der Grundstücksgröße betragen.

Konkret soll durch die Änderung des Bebauungsplans entlang der Kleinburgwedeler Straße und bis in die Wiesenstraße hinein eine Dreigeschossigkeit zugelassen werden, um dort den Bau von mehr Wohnraum zu ermöglichen. Im Nordwesten und im rückwärtigen Bereich in Richtung Roggenschlag soll es maximal bei einer Zweigeschossigkeit bleiben - „um einen angemessenen Übergang zur Nachbarbebauung zu erreichen“, wie es in der Begründung der Bebauungsplanänderung heißt.

Für den Bauausschuss ist das allerdings nicht genug Übergang: Die CDU forderte auch für den Grundstücksbereich an der Kleinburgwedeler Straße in Richtung der südlich angrenzenden eingeschossigen KSG-Häuser maximal eine Zweigeschossigkeit. Um den Neubau im Vergleich zur Umgebung nicht zu hoch werden zu lassen, dürfe zudem der Keller nicht wie bislang weit aus dem Boden ragen. Grüne und SPD forderen zudem, dass der Investor verpflichtet werden müsse, einen Teil der Wohnungen niedrigpreisiger anzubieten, damit nicht so vermögende Burgwedeler nicht leer ausgingen. Schließlich erfahre das Grundstück mit der Bebauungsplanänderung, die mehr Wohnungen ermögliche, eine enorme Wertsteigerung, so Heinz Visel (Grüne). 

Die Stadtverwaltung soll nun in weiteren Gesprächen mit dem Investor auf diese Veränderungen drängen, der Bauausschuss das Thema dann wieder beraten. Anschließend könnten sich beispielsweise Nachbarn bei der öffentlichen Auslegung äußern. Grundsätzlich, so der Bauausschussvorsitzende Jürgen Schodder (CDU), sei sich die Politik einig, dass die innerstädtische Verdichtung zu Wohnzwecken sinnvoller sei, als neue Flächen zu verbrauchen und teuer zu erschließen.

Von Frank Walter

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Bücherei an der Von-Alten-Straße hat am Dienstagabend ausnahmsweise bis 21 Uhr geöffnet gehabt. Beim langen Büchereiabend gab es unter anderem Informationen zu gesunden Ölen und E-Books.

24.02.2018

Die Stadt Burgwedel ist jetzt dem Netzwerk „Zuhause sicher“ beigetreten, um mehr über den Einbruchsschutz zu informieren.

23.02.2018

Die Musikschule Isernhagen & Burgwedel veranstaltet am Freitag, 22. Juni, ein Bandfestival in der großen Kulturscheune. Junge Bands bekommen so die Chance auf einen großen Live-Auftritt.

23.02.2018