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Keine Einwände gegen Kind-Baupläne 

Großburgwedel Keine Einwände gegen Kind-Baupläne 

Gegen die Bebauungsplan-Änderung, die das Kind-Bauvorhaben an der Kokenhorststraße ermöglichen soll, hat es keine Einwände gegeben. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung von Bauausschuss und Rat.

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Vor dem Abriss wird im Relog-Gebäude kostbares Metall separiert.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel.  Die Kokenhorststraße hat das Zeug zu Größerem. 17 Meter hoch wird an der Lebensader des Gewerbegebietes III  die Firma Kind Hörgeräte ihre geplante Akademie bauen dürfen - sollten alle politischen Gremien der Stadt den neuen  „Bebaungsplan Nr. 158 Kokenhorststraße“  durchwinken. Genau das ist am kommenden Donnerstag im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss zu erwarten ebenso wie im März im Rat, nachdem die Beteiligung der Öffentlichkeit völlig geräuschlos über die Bühne gegangen ist. Allein die Autobahn-Bundesamt hat an den 40-Meter-Pflichtabstand zur A 7 erinnert.

Großzügigere Vorgaben für künftige Kind-Bauvorhaben

Das Bauvorhaben kündigt sich an: Im Innern des früheren Relog-Gebäudes mit der Hausnummer 8, das dafür weichen muss, läuft der Abbruch. Separiertes Metall aus den Leichtbauwänden türmt sich auf dem Grundstück „Koke 8“. Nach dem Abriss soll dort der dreigeschossige Kind-Neubau mit 5.500 Quadratmetern Nutzfläche hochgezogen werden, in dem außer einer  Akademie für den Fachkräftenachwuchs eine Kantine sowie die Personalabteilung einziehen sollen.

Weil das Baugrundstück im Geltungsbereich zweier alter Bebauungspläne lag, werden beide im Bebauungsplan Nr. 148 zusammengefasst. Der neue B-Plan umfasst alle Kind-Grundstücke auf der Westseite der Kokenhorststraße. Die Vorgaben für Höhe und Bebaubarkeit (Grundflächenzahl 0,8) gelten auch für mögliche weitere Bauvorhaben des Unternehmens in diesem Bereich.

1-A-Lage Ecke Isernhägener-/Kokenhorststraße

1-A-Lage Ecke Isernhägener-/Kokenhorststraße: Das VW-Autohaus steht samt Außengelände leer.

Quelle: Martin Lauber

Brachliegende 1-A-Grundstücke 

Binnen weniger als anderthalb Jahren hat die Stadt das Bauleitverfahren für das Kind-Areal durchgezogen. Nicht gefordert sieht sie sich dagegen im Hinblick auf die brachliegenden 1-A-Gewerbeflächen an der Kokenhorstraße Richtung Isernhägener Straße. Seit Sommer 2017 steht das frühere VW-Autohaus Burgwedel samt Außengelände leer, der Audi-Ausstellungspavillon daneben sogar seit vielen Jahren. 

Der frühere Audi-Ausstellungspavillon ist seit Jahren verwaist

Der frühere Audi-Ausstellungspavillon ist seit Jahren verwaist.

Quelle: Martin Lauber

Sahnegrundstücke zwar, aber: „Das ist Privateigentum. Da müsste schon ein Investor auf uns zukommen“, sagt Bauamtschef Oliver Götze. Dreigeschossiges Bauen sei in diesem Bereich möglich. Wer die Flächen aber intensiver ausnutzen wolle - zurzeit gilt eine  Grundflächenzahl von 0,5 – komme an der Stadt nicht vorbei. Weder Volkswagen als Pächter noch die Brüder Stietenroth als Eigentümer haben sich bisher zu einer Nachnutzung geäußert.   

Neues Gewerbeland im Westen

Die Kommune forciert derweil die Vermarktung eigener Flächen an anderer Stelle – auch dies ist Thema im Bauausschuss. Um westlich von Fiege neue Firmen ansiedeln zu können,  muss sie für das betreffende Areal im Flächennutzungsplan eine gewerbliche Nutzung auswiesen. In Sachen  Verkehrsentwicklung  heißt es dazu: „Der weit überwiegende Anteil des zu erwartenden Verkehrs wird die Autobahn in Anspruch nehmen, die eine erheblich bessere Anbindung darstellt als die Durchfahrt der Gemeinde Isernhagen.“

Die öffentliche Sitzung beginnt am Donnerstag, 15. Februar, um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses in Großburgwedel, Fuhrberger Straße 4.

Von Martin Lauber

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