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Umland Burgwedel Nachrichten Großburgwedel: Postbank prüft den Standort
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14:10 23.02.2018
Die Postbank lotet für ihren Standort in Großburgwedel derzeit "unterschiedliche Optionen" aus. Quelle: Frank Walter
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Großburgwedel

 Was bedeutet es, wenn ein Unternehmen einen Standort „betrachtet“ und „unterschiedliche Optionen auslotet“? Nichts Gutes, befürchten viele Burgwedeler und schauen dabei auf die Post in Großburgwedels Fußgängerzone. Gerüchte, dass die Filiale geschlossen werden könnte, gab es immer wieder, doch mittlerweile schwinkt beim Einkaufsplausch wie bei der Diskussion im Internet sogar ein angeblicher Schließungstermin mit: Im Mai soll Schluss sein. Laut eines Sprechers der Postbank, unter deren Namen auch der Service rund ums Brief- und Paketgeschäft erledigt wird, ist die Entscheidung aber noch nicht gefallen.

Düker: Kommunikation ist katastrophal

Bei der Hauseigentümerin, die seit 1980 rund 630 Quadratmeter Gebäude- und Hoffläche an der Von-Alten-Straße an die Post vermietet hat, sind die Gerüchte von der Schließung auch angekommen. Offizielles habe sie dazu nicht erfahren und bislang auch keine Kündigung erhalten, sagt die Frau. Burgwedels Bürgermeister Axel Düker wundert das nicht: „Die Kommunikation ist katastrophal.“ Auch die Stadt höre nichts, „wenn wir nicht wie die Irren hinterher telefonieren.“

„Wir planen aktuell keine Änderung des Standortes", hatte Ralf Palm, Sprecher der Postbank in Bonn, sich noch vor knapp zwei Jahren mit den damaligen Schließungsgerüchten konfrontiert geäußert. Am Montag klang das anders: Der Markt und das Kundenverhalten änderten sich in Zeiten der Digitalisierung, weshalb man neue Filialformate mit unterschiedlichen Produkt- undServiceangeboten entwickele. Zudem überprüfe man kontinuierlich das Filialnetz auf Wirtschaftlichkeit und weitere Optimierungsmöglichkeiten. „Auch der Postbank-Standort in Burgwedel wird derzeit betrachtet. Wir loten dabei im engen Austausch mit unserem Kooperationspartner Deutsche Post unterschiedliche Optionen aus, um für alle Beteiligten eine tragfähige Lösung zu finden.“ Auch Nachfrage sprach Palm noch von einer „kurzfristigen Entscheidung“.

In Springe ist die Postbank-Schließung verkündet

Wie so eine Entscheidung aussehen kann, das hatte die Postbank kürzlich für den Bereich Springe verkündet: Dort wird der bisherige Standort im März geschlossen, ein Teil des Dienstleistungsangebot von Post und Postbank wird auf ein Schreibwarengeschäft verlagert. Für beratungsintensivere Themen werden die Postbank-Kunden künftig aber nach Barsinghausen fahren müssen, sofern sie sich nicht gleich zu Hause beraten lassen wollen.

Die Grundversorgung mit Postdienstleistungen ist auch in Großburgwedel gesichert – dazu ist die Deutsche Post verpflichtet. Laut Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt würde sich das Unternehmen dann einen Partner für eine „Postfiliale im Einzelhandel“ suchen. „Im Moment liegt der Ball aber noch bei der Postbank.“ Eine Verlegung an einen Standort außerhalb der Von-Alten-Straße wäre für Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller dabei allerdings mit Blick auf die Post als Frequenzbringer „sehr bedauerlich“. Die Erreichbarkeit und auch zuverlässige Öffnungszeiten müssten gewährleistet sein.

Bürgermeister bemängelt „schlechten Service“

Für Bürgermeister Düker ist es gerade jene Zuverlässigkeit bei den Öffnungszeiten, die bei der Postbank-Filiale zu wünschen übrig lasse. Aufgrund von Personalmangels und mehrerer Betriebsversammlungen pro Jahr sei die Filiale „mittlerweile so oft geschlossen, dass viele schon auf Poststellen in den Ortschaften ausweichen. So einen schlechten Service kann sich kein Einzelhändler leisten“, meint Düker – und könnte der Verlegung des Schaltergeschäfts in eine Partnerfiliale durchaus etwas abgewinnen. „Für die Von-Alten-Straße ist nur eine Post sinnvoll, die auch verlässlich öffnet.“

Von Frank Walter

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