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Gymnasium: Was ist vom Altbau noch brauchbar?

Burgwedel Gymnasium: Was ist vom Altbau noch brauchbar?

Abriss  und Neubau oder Sanierung oder ein Mittelweg? Das ist noch längst nicht entschieden. Eine Untersuchung soll Daten liefern, was noch gut ist am Altbau.

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Muss man das erhalten - oder kann das weg? Erst 2014 wurde ein Betrag, für den man ein halbes Einfamilienhaus bauen kann, in die Modernisierung der Chemieräume gesteckt.

Quelle: Martin Lauber (Archiv)

Burgwedel.  Burgwedels mutmaßlich größtes Investitionsvorhaben aller Zeiten  nimmt langsam Fahrt auf: Der Verwaltungsausschuss (VA) des Rates hat jetzt ein Fachbüro  mit der Projektbegleitung für die notwendige Erweiterung des Gymnasiums Großburgwedel beauftragt. 

Der Abriss des 1965 erbauten Gebäudes und ein Schulneubau für 34 Millionen Euro wären laut einer Machbarkeitsstudie von Düsseldorfer Experten wirtschaftlicher als eine Sanierung.  Trotzdem hat der VA offen gelassen, ob komplett neu gebaut wird oder nicht. Vielmehr  hat das stets nichtöffentlich tagende Gremium  die  Ausschreibung  einer weiteren  Untersuchung  beschlossen, mit der aufgeklärt werden soll, was von der alten Bausubstanz gegebenenfalls erhaltenswürdig ist. Ob so der bisher geplante Fertigstellungstermin zum Schuljahresbeginn 2021/22 noch immer realistisch ist? 19 zusätzliche Klassenräume werden am Gymnasium gebraucht - einerseits wegen der Rückkehr zum Abi nach 13 Schuljahren, andererseits weil die IGS auf der gegenüberliegenden Seite des Schulzentrums-Campus’ die eigenen Räume benötigt, die jetzt noch von Gymnasialklassen belegt sind.

Düker: Alle sind zufrieden

Von externen Fachleuten will die Stadtverwaltung sich helfen lassen, das vorliegende pädagogische Konzept, das aber nur exemplarisch für einen Teilbereich des Gymnasiums vorliegt, in ein detailliertes Raumprogramm zu überführen. Diese Beratungsdienstleistung hatte die Stadt unter acht Fachbüros ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endete im November. Nach einem Punktesystem hatte eine Arbeitsgruppe  aus Verwaltung und Politik in der Zwischenzeit eine Vorauswahl getroffen. Am Montag fiel dann die Entscheidung über die Projektbetreuung, mit der laut Bürgermeister Axel Düker „alle zufrieden“ sind. Den Namen des ausgewählten Büros wollte er nicht nennen, solange nicht alle an der Ausschreibung Beteiligten benachrichtigt seien.

Müller: Steuerungsgruppe wünschenswert

 Nach dem bisherigen Terminfahrplan sollte mithilfe des Projektbetreuers bereits bis zum Sommer das Raumprogramm so weit konkretisiert sein, dass die Stadt das Großvorhaben ausschreiben kann. Jetzt heißt es indes: Warten, welche Teile des Gebäudebestands sich möglicherweise anhand des noch auszuschreibenden Gutachtens als weiter nutzbar erweisen.

Sebastian Müller, Sprecher der CDU-/FDP-Mehrheitsgruppe im Rat, ist trotzdem mit dem Ergebnis der Sitzung des Verwaltungsausschusses sehr zufrieden. Wie die Unabhängigen im Rat habe auch seine Gruppe eine solche Überprüfung gefordert, damit alle weiteren Investitionsentscheidungen „auf einer guten Datengrundlage“ getroffen werden könnten. Müller hofft, dass für die Begleitung des Großprojekts Politik und Schule in einer Steuerungsgruppe beteiligt werden. Bürgermeister Düker (SPD) sah das Anfrage genauso. “Wenn die Arbeit losgeht“, sagte er, werde ein solches Gremium sicher gebraucht.

Von Martin Lauber

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