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Umland Burgwedel Nachrichten Wann beseitigt die Telekom diesen kaputten Verteiler?
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17:33 11.03.2018
Seit über einem halben Jahr liegt dieser beschädigte Verteilerkasten Am Lahberg. Quelle: Manuel Behrens
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Engensen

Direkt vor dem Grundstück der Familie Knigge darf der kleine Marten nicht spielen – inzwischen schon fast ein halbes Jahr. Grund ist ein stark beschädigter Telefonverteilerkasten der Telekom, der am Gartenzaun am Engenser Lahberg mehr liegt als steht. Sturmtief „Xavier“ hatte Anfang Oktober eine Eiche im Garten der Knigges umgeweht. Der Baum stürzte auf eben jenen Verteilerkasten. 

Jetzt, im März, ist die Eiche längst entsorgt und der Zaun wurde erneuert. Nur der vom Ordnungsamt mit Klebeband notdürftig zusammengeflickte Verteilerkasten vegetiert nach wie vor auf dem laubbedeckten Straßenrand herum. „Er lockt immer wieder neugierige Kinder an“, sagt Dierk Knigge, dessen Tochter im betroffenen Haus wohnt. Ein flüchtiger Blick reicht, um ein dickes Stromkabel am abgebrochenen Sockel sehen zu können. „Die Schadensstelle ist vorschriftsmäßig gesichert, und es besteht keine Gefahr“, sagt Telekom-Sprecherin Michaela Weidenbrück.

Seit einem halben Jahr liegt ein Stromverteilerkasten der Telekom neben dem Grundstück von Familie Knigge.

Am Tag nach dem Sturm war ein Mitarbeiter der Telekom vor Ort, reparierte die Telefonverbindung und kündigte eine schnelle Demontage des Verteilerkastens an. Seitdem tut sich nichts. „Auch wir haben mit der Telekom mehrfach Kontakt gehabt und dieses Thema besprochen“, bestätigt Michaela Seidel von der Burgwedeler Stadtverwaltung. „Das Unternehmen hat der Reparatur nach eigener Aussage Priorität 1 zugeordnet.“ 

Doch Familie Knigge hatte nie wieder persönlichen Kontakt zum Unternehmen. Mehrfach hatte die Telekom angekündigt, sich des beschädigten Verteilers anzunehmen. Zuletzt wollten Mitarbeiter am 6. März an den Lahberg kommen und das Problem endlich beseitigen. Erschienen ist niemand. Laut Familie Knigge geht das schon seit Monaten so. Anstatt Techniker trudeln alle zwei Wochen Nachrichten mit neuen Terminen ein: „Sehr geehrter Kunde, wird sind dabei, die von Ihnen gemeldete Störung zu beheben“, heißt es in den SMS. „Da die Arbeiten doch aufwendiger sind als gedacht, brauchen wir mehr Zeit. Bis zum 13. März sollte aber alles wieder funktionieren“, stand in der jüngsten Telekom-Nachricht. Dass am genannten Datum tatsächlich ein leibhaftiger Telekom-Mitarbeiter erscheint, daran glaubt Familie Knigge nicht. „Solche Nachricht habe ich sicher schon siebenmal bekommen“, ärgert sich Alexandra Knigge, die im betroffenen Haus wohnt.

Die Telekom erklärt die lange Wartezeit mit der Vielzahl an Schäden, die in den vergangenen Monaten durch Unwetter entstanden seien. „Unsere Technikmannschaften arbeiten unermüdlich“, sagt Unternehmenssprecherin Michaela Weidenbrück. „Wir wissen, auf welche harte Geduldsprobe manche Kunden dabei gestellt werden, und bitten weiterhin um Geduld.“

„Wir fassen das Gerät nicht an“, sagt Dierk Knigge. „Unsere Nachbarn sprechen uns regelmäßig auf den kaputten Verteilerkasten an und fragen, wann er endlich beseitigt wird“, sagt dessen Tochter Alexandra. Auch die Neugierde anderer Kinder wird vom beschädigten Kasten geweckt. Und so warten Familie Knigge und andere Familien Am Lahberg, dass die graue Box bald verschwindet. Schließlich wollen Kinder wie der kleine Marten wieder uneingeschränkt spielen können.

Von Manuel Behrens

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