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Umland Burgwedel Nachrichten Land will jetzt doch Klinik-Neubau in Burgwedel
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00:41 14.06.2018
Das Krankenhaus Großburgwedel soll an einem neuen Standort komplett neu entstehen. Quelle: Ralf zur Brügge
Hannover

Kehrtwende beim Land. Nachdem das Sozialministerium im März es noch abgelehnt hatte, den Neubau des Krankenhauses Großburgwedel zu finanzieren, wird es jetzt doch eine Beteiligung an der Finanzierung geben. Der Krankenhausplanungsausschuss des Landes wird in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch voraussichtlich den Weg frei machen für den Neubau des Krankenhauses Großburgwedel und für die Umgestaltung der Klinik in Lehrte. Das geht aus einem Beschlussvorschlag für die Sitzung hervor, der der HAZ vorliegt.

Demnach soll es in einem neuen Burgwedeler Krankenhaus 290 Betten geben, 67 mehr als bisher. Für Lehrte sind künftig 136 Betten vorgesehen, das sind 22 weniger als bisher. In dem jetzt vom Klinikum vorgelegten Konzept sind Betten zwischen einzelnen Standorten hin- und hergeschoben worden, um den Ansprüchen des Sozialministeriums zu genügen. So muss das Krankenhaus Laatzen fünf Betten an Großburgwedel abgeben. Die Geriatrie in Langenhagen mit ihren 40 Betten wird geschlossen und in die Innere Medizin der Lehrter Klinik integriert. Insgesamt soll es dann mit Hilfe der Rochade im Bereich des sogenannten Klinikums Ost, das aus Großburgwedel, Lehrte und Laatzen besteht, 667 Betten geben, genauso viele wie bereits jetzt.

Die Baukosten für die Klinik in Großburgwedel werden mit 120 Millionen Euro angegeben, für die Sanierung des Lehrter Krankenhauses werden 17 Millionen Euro berechnet. Das Regionsklinikum wollte sich zu den Plänen mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht äußeren.

Dem Land waren die ursprünglichen Pläne des Klinikums zu groß geraten. Das Konzept hatte rund 375 Betten in dem Neubau in Großburgwedel vorgesehen. Zudem hatte das Ministerium eine stärkere Konzentration im Krankenhaus angemahnt. Die Pläne des Klinikums haben in der Regionsversammlung eine breite Unterstützung.

Der Verband der Ersatzkassen hatte die Pläne des Klinikums dagegen strikt abgelehnt. Ein neues Gebäude als Ersatz für das bestehende Krankenhaus in Großburgwedel bei einer gleichzeitigen Investition zum Erhalt des lediglich 20 Fahrminuten entfernten Krankenhauses in Lehrte sei nicht tragbar, betonte der Leiter des Ersatzkassenverbands, Jörg Niemann. Zudem wies er auf die hohen Fördersummen hin, die in den vergangenen Jahren für die Neubauten des Regionsklinikums in Hannover (Siloah) sowie in Gehrden gewährt worden sind. Es sei nicht nachvollziehbar und nicht vermittelbar, wenn Kliniken in anderen Landesteilen jahrelang auf Fördergelder warten müssten, „während gleichzeitig in der Region Hannover mit Landesmitteln kurzfristig ein am Versorgungsbedarf vorbei geplantes Konzept umgesetzt würde“.

Von Mathias Klein

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