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Umland Burgwedel Nachrichten Burgwedelerin bekommt Lob von First Lady
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00:17 15.09.2017
Probeliegen im Sarg: Der Bundesverband will die Trauerarbeit in den Fokus bringen. Quelle: privat
Burgwedel/ Berlin

Beide Tage lang habe es fast durchgehend geregnet, der Garten des Schlosses Bellevue sei eine einzige Matschwiese gewesen, berichtet Friederichsen. Trotz des schlechten Wetters war der Besuch in Berlin für sie ein großer Erfolg: "Wir haben gute Kontakte geknüpft und vor allem das wichtige Thema der Trauerarbeit in den Fokus gerückt."

Um die 4000 geladenen Gäste kamen am vergangenen Freitag zum Schloss Bellevue, wo Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier diese für ihr gesellschaftliches Engagement würdigte. Darunter Friederichsen und die anderen Vorstandsmitglieder des Bundesverbandes Trauerbegleitungen, als eine von 18 eingeladenen ehrenamtlichen Institutionen in diesem Jahr.

Organisiert hat die Teilnahme am Bürgerfest vor allem Friederichsen. "Die Vorbereitung mit den Akkreditierungen und den strengen Richtlinien war sehr aufwendig", erklärt die gelernte Krankenpflegerin, die im Hannoveraner Hospiz Luise arbeitet und davor für den Ambulanten Hospizdienst in Großburgwedel tätig war.

An einem Stand präsentierte sich der Bundesverband den Besuchern des präsidialen Bürgerfestes. "Wir wollten provozieren", sagt Friederichsen: Die Gäste konnten einen Holzsarg bunt bemalen. Vor allem am "Tag des offenen Schlosses" am Sonnabend zog das viele Menschen an den Stand. "Einige fanden das makaber, wir bekamen aber auch viele positive Rückmeldungen", meint die Großburgwedelerin.

Mit dem Sargbemalen werde in der Trauerarbeit gerne ein Grundstein für die Trauerbewältigung gelegt; beispielsweise könne eine Familie dann gemeinsam den Sarg des verstorbenen Familienmitgliedes bemalen. Im Garten des Schlosses Bellevue konnten die Besucher sogar Probeliegen in dem Sarg, obwohl das eigentlich nicht geplant war. "Es fing damit an, dass die kleinen Kinder das mal ausprobieren wollten", erzählt Friederichsen.

Ganz besonders freut sie sich über das Lob vom Bundespräsidenten und seiner Gattin für die Arbeit des Vereins. Steinmeier zeigte sich bei einer Podiumsdiskussion beeindruckt davon, Büdenbender brachte ihre Anerkennung ebenfalls in ihrer Begrüßungsrede zum Ausdruck. "Sie war lange bei uns am Stand und hat sich informiert", erzählt Friederichsen stolz.

Der Arbeit des Vereins hat Büdenbender so sehr beeindruckt, dass sie Unterstützung zusagte. Wie diese genau aussehen soll, weiß Friederichsen noch nicht. "Ich stehe allerdings mit Frau Büdenbenders Referentin in Kontakt, sodass wir gemeinsam schauen können." Im nächsten Jahr feiert der Bundesverband Trauerbegleitung sein zehnjähriges Jubiläum, dann ist prominente Unterstützung auf jeden Fall gewünscht.

Nicole Friederichsen ist eine Großburgwedelerin, die sich besonders für die Menschen in ihrem Umfeld engagiert: Neben ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Bundesverband Trauerbegleitung setzt sie sich für geflüchtete und sozial benachteiligte Menschen ein: Sie hat das Buch "Miteinander kochen - Rezepte aus der Heimat von Geflüchteten und ihren Wegbegleitern" zusammengestellt, Erlöse daraus spendete sie den Tafeln. Das Kochbuch gibt es nach wie vor im Internet zu bestellen.

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Von Elena Everding

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