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Umland Burgwedel Nachrichten Petri-Spielplatz-Projekt kommt aus der Flaute
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17:26 11.01.2018
Spielgeräte Fehlanzheige: Komplett abgeräumt ist das Außengelände des St.-Petri-Kindergartens am Küstergang in Großburgwedel seit Pfingsten 2017. Quelle: Martin Lauber
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Großburgwedel

 Die Ungeduld ist bei vielen Eltern der Großburgwedeler St.-Petri-Kita längst dem Frust gewichen über das lange Warten auf eine Neumöblierung des seit acht Monaten abgeräumten Spielplatzes hinter dem Kindergarten. Doch seit Mittwochabend gibt es einen Finanzierungs- und Zeitplan – und offenbar Grund zur Hoffnung auf einen Baubeginn im Frühjahr. Für den 31. Januar ist ein Informationsabend geplant.

Euphorische „Aufräumaktion“

Es war fast ein Happening, als Erzieher und  Eltern, unterstützt von Kita-Kindern, am Pfingstwochenende 2017 auf dem Spielplatzgelände des  St.-Petri-Kindergartens mit großen Hämmern und Motorsägen Tabula rasa machten. Die alten Spielgeräte  – von der Dekra als unsicher deklariert – mussten weg. Die Vorfreude war groß bei der Aufräumaktion.

Kita St. Petri GBW räumt auf st. petri naturnaher Spielplatz Kita St. Petri Großburgwedel Kita St. Petri macht Außengelände frei Quelle: Die alte Spielplatzmöblierung landete Pfingsten 2017 komplett im Container.

Vorfreude auf ein gemeinschaftlich geplantes, künftig viel schöneres naturnahes Spielareal mit Sandsteinen, einer Kriechröhre, einem Matsch- und Lagerfeuerplatz sowie einem überdimensionalen„Holzmikado“ aus Baumstämmen – und über allem ein neues Holzhaus auf einem aufgeschütteten Hügel, von dem aus es auf einer gewundenen Hangrutsche zurück in die Ebene geht. Zu besichtigen ist diese Vision, mit deren Realisierung im Spätsommer 2017 begonnen werden sollte,  im Foyer der Kita.

Kommunikation hat nicht funktioniert

Doch nach dem Sommer verging der Herbst ohne sichtbare Fortschritte. „Die Eltern sind immer vertröstet und hingehalten worden“, bemängelt Dorothee Neubauer fehlende Informationen, noch mehr aber die fehlende Gelegenheit zum Austoben für die Kinder:  Die motorische Entwicklung sei auch wichtig für die kognitive Entwicklung. „Außenspielplätze gibt es ja nicht umsonst“, erklärt die Mutter und Kinderpsychologin.  

Claudia Morgenstern, seit Herbst Gesamt-Elternvertreterin der Kita, sieht das mit der mangelnden Transparenz ähnlich. „Am Anfang hieß es: Mit der Finanzierung gibt es gar kein Problem. So sind die Eltern überrascht worden, bei welchem Stand das Projekt heute erst steht.“ Als Mitglied im Spielplatz-Projektteam habe sie Wert darauf gelegt, dass endlich eine ausschreibungsreife Planung erstellt wird.

„Es läuft!“ Das ist laut Christiane Kolter der Stand der Dinge. Die Kita-Chefin ist zugleich Projektleiterin für das Spielplatzvorhaben. Aus ihrer Sicht hat es an Informationen gegenüber den Eltern nicht gefehlt, zeitweise hätten aber möglicherweise zu viele Köche im Brei gerührt. Zum Abriss der Geräte habe es aus Gründen der Gefahrenabwehr keine Alternative gegeben. Die Kinder säßen seitdem mitnichten stumm in der Ecke, sondern hätten draußen viel Spaß am Spielen. Bei der Frage der Finanzierung, räumte Kolteram Mittwoch ein, habe wohl das Prinzip Hoffnung geherrscht.

Das ist der Entwurf für den neuen St.-Petri-Spielplatz, hier mit der früheren Elternvertreterin Clauda Tekampe, die die Idee für ein naturnahes Spielareal maßgeblich mitgeprägt hat. Quelle: Martin Lauber

Kirchenkreis: Die Finanzierung klappt

Tags drauf kam nach einer  Sitzung des Fundraising-Ausschusses des Kirchenkreises Burgwedel/Langenhagen, der fürs Spenden-Akquirieren zuständig ist, eine neue Botschaft: „Die Arbeitsgruppe geht davon aus, dass die Finanzierung klappt“, sagte Kirchenkreis-Sprecherin Andrea Hesse. Es gebe Eigenmittel aus dem Fundraising, Zuschussanträge sollten ans Diakonische Werk und die Stadt Burgwedel gestellt werden. Für den ersten Bauabschnitt sind 78.000 Euro veranschlagt. Dafür soll das Gelände neu profiliert, der Hügel aufgeschüttet und mit einer Hangrutsche versehen sowie eine barrierefreie Terrasse angelegt werden. Auch erste Spielgeräte sind im Paket. Kirchenkreis-Fundraiser Markus Dohm: „Wir sind alle zuversichtlich, dass die Arbeiten im Frühjahr beginnen können.“

 

Von Martin Lauber

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