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Nachrichten Feuerwehren kämpfen gegen die Fluten
Umland Burgwedel Nachrichten Feuerwehren kämpfen gegen die Fluten
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00:16 29.07.2017
Die Feuerwehren aus Burgwedel, Isernhagen, Wedemark und Langenhagen sind im Hochwassereinsatz im Landkreis Hildesheim. Quelle: Feuerwehr
Burgwedel/Isernhagen/Wedemark/Langenhagen

Normalerweise hat man bei so einem Einsatz ein paar Stunden Vorlauf, diesmal musste es ganz schnell gehen“, weiß ein Feuerwehrmann zu berichten. Über den Funkmeldeempfänger erreichte die Alarmierung die Ehrenamtlichen. Bereits eine halbe Stunde später hatten sich die ersten Burgwedeler bereit erklärt, südlich von Hildesheim zu helfen, um die Wassermassen in den Griff zu bekommen. Und auch in den anderen Kommunen versammelten sich diejenigen, die spontan grünes Licht von Arbeitgebern und der eigenen Familie bekommen hatten. Insgesamt trafen sich um 19.30 Uhr 149 Einsatzkräfte aus den vier Stadt- und Gemeindefeuerwehren an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Burgdorf. Von dort ging es in 34 Fahrzeugen in Richtung Hildesheim.

In unterschiedlichen Bereichen im Raum Bad Salzdetfurth wartete auf die Feuerwehrleute ein Knochenjob: Bei anhaltendem Regen und Dunkelheit wurden die ganze Nacht über Sandsackbarrieren errichtet und mit diversen Pumpen versucht, den ansteigenden Fluten des Flusses Lamme, einem Zufluss der Innerste, Herr zu werden. „Anstrengend, das geht wirklich ans Mark“, beschrieb Brandabschnittsleiter Horst Holderith die Aufgaben für seine Mannschaft. Während die Arbeit an einigen Stellen Erfolge brachte, mussten Teile des Ortes Klein Düngen trotz vollen Einsatzes letztlich den immer weiter steigenden Wassermassen überlassen werden.

Der Motivation tat das keinen Abbruch: Die Feuerwehrleute posteten immer wieder über die sozialen Netzwerke, welche Leistung sie vor Ort vollbrachten und dass sie nicht aufgeben würden. Erst am frühen Mittwochmorgen wartete die erste Pause auf die Einsatzkräfte der vier Nordkommunen: In einer Sporthalle konnten sich die Männer und Frauen stärken und ausruhen. Die Regionsbereitschaft IV aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze übernahm.

„Fahren wir nach Hause, machen wir eine lange oder doch nur eine kurze Ruhepause?“, schilderte Holderith die Überlegungen nach dem stundenlangen Hochwassereinsatz in der Nacht. Aber die Einsatzbereitschaft der komplett durchnässten Helfer sei immens gewesen – das Ergebnis: „Wir bleiben hier. Eine kurze Pause reicht.“ Bereits am Mittwochmittag waren die Feuerwehrleute nach einem kurzen Frühstück wieder im Einsatz – die nächsten Sandsäcke wollten befüllt werden.

Dennoch: „Straßen und Keller werden inzwischen meist sich selbst überlassen“, beschrieb Holderith am Mittag die Lage vor Ort. Zahlreiche Flüsse seien über die Ufer getreten. Inzwischen gehe es teils nur noch darum, wichtige Infrastruktur wie Elektro- und Pumpwerke zu schützen. Das Lob des Brandabschnittsleiters ist deutlich: Auf dem Papier sieht seine Regionsbereitschaft 150 Personen vor – trotz der kurzen Zeit von der Alarmierung bis zum Ausrücken und dem körperlich anstrengenden Aufgaben, die offenbar bevorstanden, hätten sich sofort 149 Freiwillige bereit erklärt, mitzufahren „Das ist einfach super!“, so Holderith. Die Betroffenen im Landkreis Hildesheim werden dem wohl nicht widersprechen. Gegen 17 Uhr soll die Regionsbereitschaft V aus dem Hochwassereinsatz abrücken können.

Fotostrecke Burgwedel: Feuerwehren kämpfen gegen die Fluten

Von Carina Bahl

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