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Umland Burgwedel Nachrichten Stadt Burgwedel plant neue Gewerbeflächen
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23:08 21.02.2018
Die Firmen Rossmann und Fiege sollen neue Nachbarn bekommen – eine stärkere Verkehrsbelastung auf der L381 in Richtung Isernhagen erwartet die Stadt Burgwedel dadurch nicht. Quelle: Frank Walter
Großburgwedel/Isernhagen H.B

Das Gewerbegebiet westlich der Autobahn 7 in Großburgwedel soll weiter wachsen. Nachdem die Fläche direkt an der L381 neben Rossmann im Flächennutzungsplan bereits als Gewerbeland festgeschrieben wurde, hat sich der Planungsausschuss des Burgwedeler Rates am Donnerstagabend einstimmig für eine weitere Planänderung ausgesprochen. Eine Verschlimmerung der Verkehrsprobleme im nahen Isernhagen H.B. erwartet die Stadtverwaltung durch die geplanten Neuansiedlungen nicht.

Durch das Bauleitverfahren will die Stadt Burgwedel den Gewerbestandort, an dem sich neben der Rossmann-Zentrale mittlerweile auch der Logistik-Riese Fiege angesiedelt hat, „planerisch abschließend abrunden“, wie es in der Begründung für die F-Plan-Änderung heißt. „Eine weitere Entwicklung nach Westen ist nicht vorgesehen.“ Zwischen den Ortschaften Großburgwedel und Isernhagen H.B. soll Freiraum verbleiben, um eine Durchlüftung zu ermöglichen und die Ortschaften als eigenständige Siedlungsbereiche erkennbar bleiben zu lassen. Nachdem in Isernhagen „bis an die Gemeindegrenze herangebaut worden ist“, könne der Freiraum nur noch auf Burgwedeler Gebiet gesichert werden.

Welche Art von Betrieben die Stadt sich auf den 14,45 Hektar gewerbliche Baufläche – hinzu kommen Grünflächen – vorstellt, steht auch in der Begründung: Von „großbetrieblichen Logistikansiedlungen“ mit besonderen Standortanforderungen nach „sehr guter Autobahnanbindung und ausreichender Entfernung zu Wohnsiedlungen“ ist dort zu lesen. Und: „Imissionen für Wohngebiete in Großburgwedel sind hier aufgrund der Lage jenseits des Autobahndamms sowie weit entfernt zu Isernhagener Wohngebieten nicht zu befürchten.“

Die nächsten Wohnhäuser auf Isernhagener Seite stehen tatsächlich Luftlinie rund 1,5 Kilometer entfernt. In Isernhagen H.B. hat sich jedoch längst Protest gegen die immer stärkere Verkehrsbelastung auf der L381 formiert, der sich in zahlreichen orangefarbenen Holzkreuzen entlang der Burgwedeler Straße manifestiert. Und da ging der Blick auch immer wieder kritisch in Richtung der Burgwedeler Nachbarn – besonders, als zur Rossmann-Zentrale noch der Logistiker Fiege hinzukam. Viele H.B.er sehen beide Betriebe zumindest für einen Teil des Schwerlastverkehrs durch ihren Ort verantwortlich, was die Unternehmen und das Burgwedeler Rathaus jedoch relativiert hatten.

Das Thema Verkehr findet sich auch in der Begründung der aktuell geplanten Flächennutzungsplanänderung. Dort heißt es unter anderem, dass „eine damit einhergehende Verkehrsbelastung“ auf der L381 in isernhagen H.B. und N.B. „nicht zu erwarten“ sei. Der weit überwiegende Anteil des zu erwartenden Verkehrs, so die Prognose, werde die Autobahn in Anspruch nehmen, die eine erhebliche bessere Anbindung darstelle als die Durchfahrt der Gemeinde Isernhagen. „Lediglich Ziel- und Quellverkehr nach beziehungsweise aus Isernhagen wird die Landesstraße in westlicher Richtung benutzen.“ 

Die Gemeinde Isernhagen hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass sie wegen des „sehr sensiblen Themas Verkehr in diesem Bereich“ wohl ein Verkehrsgutachten fordern werde.

Von Frank Walter

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