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Umland Burgwedel Nachrichten Streit ums Gastschulgeld
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18:12 26.01.2015
Von Martin Lauber
An die Prinzhorn-Förderschule mit dem Schwerpunkt "Lernen" in Burgdorf gehen auch Kinder aus Burgwedel. Quelle: Heinze (Archiv)
Burgwedel/Burgdorf/Isernhagen

Circa eine Viertelmillion Euro jährlich muss die Stadt Burgwedel allein für Schüler, die auswärtige integrierte Gesamtschulen besuchen, an deren Schulträger überweisen. Begründung: Sie selbst bietet die Schulform IGS nicht an. Eine Satzung der Region Hannover regelt, wer wie viel Gastschulgeld zahlen muss.

Komplizierter als bei den Gesamtschulen ist die Anwendung des Satzungsrechts allerdings beim konkreten Streitobjekt zwischen Burgwedel und Burgdorf. Denn einerseits ist die Stadt an der Wedel zwar Träger einer eigenen Förderschule Lernen, der Albert-Schweitzer-Förderschule. Andererseits gibt es an dieser aber seit dem Sommer 2014 keine Primarstufe, also keine Klassen ein bis vier mehr. Für die beiden verbliebenen Kinder fehlten Lehrerstunden, sie wurden mit Einwilligung der Eltern nach Burgdorf überwiesen. Im Zuge der Inklusion ist die Förderschule mit Schwerpunkt Lernen ohnehin ein Auslaufmodell.

Nach den Eingangsuntersuchungen vor dem Start des laufenden Schuljahrs tummeln sich nun aber in der Primarstufe der Burgdorfer Prinzhornschule insgesamt 13 Förderschüler aus dem Einzugsbereich der Albert-Schweitzer-Schule. Für Burgdorfs Ersten Stadtrat Michael Kugel Anlass genug, beim Nachbarn Burgwedel jährlich 1907 Euro pro Gastschüler einzufordern. Bei Burgwedels Erster Stadträtin Christiane Concilio beißt er bisher auf Granit. Sie kann auf die Region verweisen, nach deren Auskunft Zahlungen nicht fällig seien.

Concilio erläutert: Auch an Burgwedeler Schulen gebe es viele auswärtige Kinder - auch aus Burgdorf, für die keine Gebühren erhoben würden. In jedem Einzelfall gebe es dafür gute Gründe, die von Schulleitungen und der Landesschulbehörde mitgetragen würden. Überdies kann sie die Zahl der Kinder, für die Burgdorf Forderungen erhebt, nicht nachvollziehen. Offenbar kommt die Mehrzahl der 13 Kinder aus der Gemeinde Isernhagen, die zum Einzugsbereich der Albert-Schweitzer-Schule zählt. Aber: Für sie könnten ja wohl kaum Zahlungen zulasten der Stadt Burgwedel verlangt werden, so Concilio.

Michael Kugel räumt ein, dass die Stadt Burgdorf nach den Buchstaben der Regionssatzung möglicherweise keinen Anspruch auf das Gastschulgeld habe. Er setze aber auf „Gespräche auf Augenhöhe“. Ganz zugeschlagen hat seine Kollegin Concilio die Tür noch nicht: „Wir werden das ausdiskutieren“, kündigte sie an - „zwischen den Behörden“.

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