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Suche nach Fachkräften prägt den Arbeitsmarkt

Burgwedel Suche nach Fachkräften prägt den Arbeitsmarkt

Bei 3,9 Prozent liegt zum Jahresende die Arbeitslosenquote in Burgwedel, Isernhagen und der Wedemark – die hohe Beschäftigung wirkt sich zunehmend auf die Unternehmen aus, die Mitarbeiter suchen.

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Die Suche nach Fachkräften wird nach Einschätzung eines Arbeitsagentur-Sprechers das Jahr 2018 in Burgwedel prägen.

Quelle: dpa

Burgwedel.  Weniger Arbeitslose als im vergangenen Jahr meldet die Arbeitsagentur für Burgwedel, Isernhagen und die Wedemark – und diese Entwicklung wird sich nach Aussage von Behördensprecher Holger Habenicht auch auf die nächsten Monate auswirken. Denn: „Der Bedarf an Fachkräften lässt sich nicht mehr aus dem Bestand decken“, sagt er. Deshalb stehe das Jahr 2018 unter der Frage, wie sich Arbeitslose für den Arbeitsmarkt qualifizieren lassen. Besonders gefragt sei Fachpersonal in der Pflege, dem Einzelhandel und der Logistik.

Dabei geht es nach Einschätzung von Habenicht nicht mehr nur um Lagerhelfer, die in Firmen wie Fiege oder andere Logistikern oder Speditionen benötigt würden. Es gehe vielmehr um gut ausgebildete Mitarbeiter, die die komplexen Systeme beherrschten. „Eine Neuansiedlung wie Fiege vergrößert die ohnehin hohe Nachfrrage nach Lagerlogistikern“, weiß der Behördensprecher und fügt hinzu, außerdem bestehe ein großer Bedarf an Nachwuchskräften in der Metall- und Elektrobranche – und das regionsweit, wie Habenicht sagt. „Damit fehlt das Personal natürlich auch in Burgwedel.“ Deshalb unterstütze die Behörde auch Initiativen wie Ausbildungsbörsen: „Wir müssen Schülern die Orientierung erleichtern und Abbrüche von Ausbildungen vermeiden.“

Ingo Oertel, Geschäftsführer der Fuhrberger Firma Barroi Haustechnik, sieht auch im Handwerk einen enormen Bedarf. „Wir bekommen längst keine Bewerbungen mehr“, sagt der Fuhrberger, in dessen Unternehmen sechs Mitarbeiter rund um Heizung, Sanitär und Klima beschäftigt sind. Er würde gern zwei weitere einstellen, doch es fehlt an Interessenten. Gleiches gelte für Auszubildende, die Barroi nicht finden könne. „Das hängt auch damit zusammen, dass die Zeiten des öffentlichen Nahverkehrs nicht zu unseren Arbeitszeiten passen“, weiß Oertel aus Erfahrung.

Insgesamt waren nach Aussage von Habenicht zum Jahresende 1458 Frauen und Männer ohne Arbeit, das sind 14 weniger als vor einem Jahr. Dabei zeigt der Vergleich, dass ältere Menschen wieder eine Chance auf eine Arbeit haben: Ihre Zahl sank um 38 auf nun 899. Verringert hat sich zudem die Zahl der Langzeitarbeitslosen. Sie beträgt nun 483, ein Jahr zuvor waren es vier Frauen und Männer mehr. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,9 Prozent – die Zahl der offenen Stellen bei 720 und damit 86 über dem Jahreswechsel 2016/17. 

Von Antje Bismark

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