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Die Spuren der Silvesternacht

Burgwedel Die Spuren der Silvesternacht

In Hannover hat die Polizei in der Silvesternacht Hunderte illegaler Böller sichergestellt. Hat auch mancher Burgwedeler die gefährlichen Feuerwerkskörper verwendet?

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Überreste sogenannter Polen-Böller?

Quelle: Frank Walter

Großburgwedel.  Sein Zufallsfund nach der Silvesternacht hat einem Großburgwedeler einen Schauer über den Rücken gejagt: Im Bereich Ackerrain/Feldstraße entdeckte er mehrere zylinderförmige Gipsstücke, die teilweise noch von Pappresten umhüllt waren. Seine Vermutung: Es könnte sich dabei um Überreste sogenannter Polenböller handeln – besonders starke und illegale Feuerwerkskörper, die auch nicht das Prüfsiegel der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung tragen. Wenn solch ein Geschoss durch die Wucht der Detonation beschleunigt jemanden treffe, dann möchte er sich die Verletzungen gar nicht ausmalen, sagt der 68-jährige Großvater, der um Mitternacht selbst mit der Familie auf der Straße gestanden hatte – „die Kinder haben Knallerbsen geworfen“.

Ob es sich bei den Gipsstücken aber tatsächlich um Überreste illegaler Böller handelt, das steht für die Polizei gar nicht fest:  Nur anhand einzelner Reste könne man diese Vermutung nicht stützen, so ein Sprecher der Polizeidirektion Hannover, die am Dienstag ein Foto mit der Bitte um Stellungnahme erhalten hatte.

Auch Guido Wolff-Rohr von der gleichnamigen Feuerwerksfirma aus der Wedemark mochte sich am Dienstag nicht endgültig festlegen. Es sei auch möglich, dass die Gipsstücke Überbleibsel einer legalen Feuerwerksbatterie seien. Auf einigen Exemplare fänden sich Warnhinweise auf Wurf- und Splitterteile. „Da muss man dann besonders großen Abstand halten.“ 

Von Frank Walter

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