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Kommentar: Vorhandene Wege auch nutzen

Radweg-Ausbau Kommentar: Vorhandene Wege auch nutzen

Die Region investiert mit Hilfe des Bundes in den nächsten Jahren Millionen für den Ausbau der Radwege. Schön und gut. Doch wo bitteschön bleibt die Umwelt? Die Verantwortlichen sollten beim Ausbau des Wegenetzes vorhandene Ressourcen nutzen und nicht noch mehr Landschaft versiegeln.

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Beim Bau des Oldhorster Kreisels wurde 2014 der Radweg zwischen Neuwarmbüchen und Thönse gleich mitgedacht. Auf dem Radwegstutzen sprießt mittlerweile Gras durchs Pflaster.

Quelle: Martin Lauber

Burgwedel.  Ja, da hat doch direkt zu Weihnachten der nette Onkel wieder seine Spendierhosen angehabt. Doch offenbar hat das Bundesministerium für Umwelt- und Naturschutz seine Wohltaten in Höhe von 4,3 Millionen Euro zum Ausbau der Radwege in der Region Hannover nach dem Gießkannenprinzip verteilt. Denn wo bleibt bitteschön die Umwelt?

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Zwischen Wettmar und Thönse, zwischen Thönse und Engensen sowie zwischen Neuwarmbüchen und Thönse sollen 2018 und 2019  neue Radwege entstehen.

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Nichts gegen ein gut ausgebautes Radwegenetz. Schließlich lassen so immer mehr Menschen das Auto stehen. Allerdings sollten die Verantwortlichen beim Ausbau des Wegenetzes vorhandene Ressourcen nutzen und nicht noch mehr Landschaft versiegeln. Denn das schadet den Böden und begünstigt Hochwasser – mahnt etwa das Umweltbundesamt und spricht von einem täglichen Verlust von etwa 80 Hektar oder mehr als 100 Fußballfeldern Natur. 

Also: Genau hinschauen, wo gebaut wird. Beispiel gefällig? Zu nennen ist die für das Jahr 2019 geplante Verbindung zwischen Thönse und Wettmar entlang der Kreisstraße 116. Zwischen beiden Orten gibt es bereits heute mit der Bruchstraße eine gut ausgebaute Strecke, auf der nur landwirtschaftlicher Verkehr rollen darf. Und welch Wunder. Sie beginnt oder mündet – je nach Sichtweise – auf einem der bereits vorhandenen Radwege. 

Von Sven Warnecke

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