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Nachrichten Dammstraße 11: Das Rettungswerk beginnt
Umland Burgwedel Nachrichten Dammstraße 11: Das Rettungswerk beginnt
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00:16 05.03.2017
Von Martin Lauber
Der auffällig vorspringende Giebel des Zweiständer-Fachwerkhauses kommt vorübergehend runter – zwecks Sanierung. Quelle: Martin Lauber
Großburgwedel.

Heike Schötker und Christian Zeymer haben das historische Zweiständer-Fachwerkhaus im März 2016 erworben. Das Vorbereitungsjahr sei nun vorbei, erklärt das Ehepaar. In wenigen Tagen werde die Sanierung beginnen.

Das Rettungswerk ist ehrgeizig bis sportlich. Obwohl die Stadt Burgwedel das Land hinter dem Fachwerkhaus per Bebauungsplan in Bauland verwandelte, damit ein Bauherr die hohen Kosten amortisieren kann, hatte sich Vorbesitzer KSG von dem Objekt getrennt. Ein „so komplexes, so zerstörtes Denkmal“ zu sanieren, sei für seine Baugesellschaft ein zu großes finanzielles Risiko, so hatte KSG-Geschäftsführer Karl Heinz Range den Verkauf damals begründet.

Christian Zeymer ist Zimmermannsmeister, mit viel Eigenarbeit und Zug um Zug wollen er und seine Frau sich trotzdem auf das Abenteuer einlassen. Das langgestreckte Gebäude solle – obwohl die spätere Nutzung noch offen sei – auf jeden Fall „in eins“ erhalten, sein Innenleben nicht zerstückelt werden, sagt die gebürtige Großburgwedelerin. Oberhalb der riesigen Diele könnte eine Galerie entstehen, Gauben in den Dachflächen sollen Licht in die künftigen Wohnräume im Obergeschoss lassen.

Die auf zwei Jahre kalkulierte Bauzeit beginnt aber erst einmal mit einer groß angelegten Dekonstruktion. Vom 18. März an soll das seit Jahren an vielen Stellen undicht gewordene Dach abgedeckt, anschließend der Dachstuhl abgebaut werden. Selbstabholer, die Interesse an historischen Dachziegeln haben, dürften sich gerne bei ihm melden, sagt Zeymer. „Die haben aber 150 Jahre auf dem Buckel“, warnt er.

Schaulustige werden im Laufe dieses Jahres an der Dammstraße viel zu sehen bekommen. Denn wenn der auffällig vorspringende Frontgiebel (zwecks Sanierung) sowie der später angebaute Wohnbereich auf der Rückseite erst einmal abgebaut und aus allen Gefachen das Mauerwerk entfernt sein wird, muss das komplette innere und äußere Balkenskelett um gut 30 Zentimeter angehoben werden, bevor es wieder auf neue Grundbalken gesetzt werden kann.

Er habe während der Wintermonate „stundenlang mit dem Messer in die Balken gebohrt“, berichtet Holzfachmann Zeymer. Viel von der alten Substanz sei erhaltenswert, lautet seine Diagnose. Im historischen Küchenbereich tragen 65 mal 20 Zentimeter starke und noch intakte Balken den Dachstuhl.

Dass er mit dem Vorgefundenen schonend umgehen will, kommt der Denkmalpflege entgegen, mit derjeder einzelne Bauschritt abgesprochen werden muss. Beide Nebengebäude bleiben stehen. Das vom letzten Bewohner errichtete und im Stil angepasste Gebäude ist während der Wintermonate saniert worden und soll für die Bauzeit als Baustofflager dienen. Für den Vorbau zur Linken der Eingangstür kann sich das Fuhrberger Ehepaar etwas Besonderes vorstellen: Durch Einsatz von Glas würden sie gerne die komplette charakteristische Giebelwand der Hausnummer 11 von der Dammstraße aus sichtbar machen.

Fotostrecke Burgwedel: Dammstraße 11: Das Rettungswerk beginnt

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