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00:44 15.06.2018
Zirkusdirektor Mario Frank übt mit Philipp das Feuerspucken. Leeroy schaut im Hintergrund zu. Quelle: Jarolim-Vormeier
Wettmar

Am Anfang stehen Trockenübungen: Der Wettmarer Grundschüler Philipp (9) dreht mit einigen Mitschülern eine Runde durch die Manege – und hält dabei den Arm hoch. Die neunköpfige Jungengruppe studiert am Dienstagvormittag mit Zirkusdirektor Mario Frank ihren Auftritt als Fakire ein. Und zwar anfangs ohne Fackeln in der Hand: Die Schüler erhalten von Frank Anweisungen, auf welcher Linie sie stehen müssen und wie sie sich nach ihrer Vorstellung vor dem Publikum verbeugen sollen. Dann wird es ernst, Philipp darf die brennende Fackel über dem Kopf durch das Zirkuszelt tragen. Erst ist er ein wenig skeptisch, doch es klappt auf Anhieb. Anschließend traut er sich, dass der Direktor des Zirkus’ Showkolade auf seiner Hand ein Feuer entfacht. Und er hat sogar den Mut, selbst Feuer zu spucken.

„Erst hatte ich Angst, ich könnte mir die Zunge verbrennen“, sagt er Neunjährige. Auch der Geschmack im Mund vom Brennpulver sei komisch gewesen. Aber nachdem er seine Mitschüler beobachtet habe, sei er selbst mutiger geworden. „Dann habe ich meine Angst überwunden“, sagt er stolz nach der ersten Übungseinheit. Insgesamt eineinhalb Stunden probt er mit den anderen Jungen.

Die ganze Woche geht es um den Zirkus

Alle vier Jahre veranstaltet die Grundschule Wettmar ihre Zirkusprojektwoche. „Dann kann jedes Kind mindestens einmal mitmachen“, sagt Schulleiterin Sandra Müller-Herzberg. Die Kinder sind in zwei Gruppen eingeteilt, die unabhängig voneinander ihre Vorstellungen einstudieren. Die Gruppen trainieren abwechselnd. Wer gerade nicht beim Training ist, kann bei Schulworkshops wie etwa „Akrobaten und mehr...“, „Zirkusreporter“ und „Künstler“ mehr zum Thema Zirkus erfahren. Unterricht gibt es in dieser Woche in Wettmar nicht.

„Los ging es am Montag mit einer Vorstellung der Profis“, erzählt Sandra Müller-Herzberg. Danach hätten sich die Kinder entscheiden können, was sie vorführen möchten. „Wir haben Hula Hoop, Akrobaten, Jongleure, Feuerspucker, Clowns, Seiltänzer, Tellerdreher, Minitrampolin, Schlangen und das Netztrapez.“

Applaus belohnt die kleinen Künstler

Vier Tage lang üben die 109 Kinder der Grundschule mit den Profis vom Zirkus Showkolade, der zur Zirkusfamilie California gehört. „Bis jetzt läuft alles super“, berichtet Zirkusdirektor Mario Frank. Die Kinder seien sehr offen, mit Begeisterung dabei, und sie strotzten vor Selbstbewusstsein. Mehr als 20 Jahre tritt Frank bereits im Zirkus auf – erst allein, später dann mit seiner Familie. Zusammen mit seiner Frau Marilyn sowie seinen Kindern Luis (15) und Angelie (12) macht er die Schüler fit für die Vorstellung am Ende der Woche. „Das ist für alle der Höhepunkt“, sagt Frank. Denn Applaus sei das Schönste, was die kleinen Künstler am Ende bekommen könnten.

Doch bevor es soweit ist, wartet am Mittwoch noch eine weitere Mutprobe auf Philipp. Dann wird der Neunjährige erstmals barfuß über Glasscherben laufen. „Da habe ich Respekt vor“, gesteht der Viertklässler. Aber das werde schon gehen, sagt er dann zuversichtlich.

Vorstellung am Freitagabend

Was Philipp und die anderen Mädchen und Jungen in dieser Woche gelernt haben, zeigen die Schüler der Grundschule Wettmar am Freitag, 15. Juni, ab 18 Uhr im Zirkuszelt neben dem Dorfgemeinschaftshaus am Meitzer Weg. Wer Interesse hat, die Profis vom Zirkus Showkolade zu sehen, kann sich ihre Vorstellung am Sonnabend, 16. Juni, um 11 Uhr an gleicher Stelle anschauen. Tickets für Freitag kosten 7 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder. Der Eintritt am Sonntag kostet einheitlich 5 Euro.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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