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Burgwedel Millionenschlappe: Land zahlt nicht für Klinikneubau
Umland Burgwedel Millionenschlappe: Land zahlt nicht für Klinikneubau
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00:31 30.03.2018
Bevor es zu einem Neubau in Großburgwedel kommt, müssen die Pläne umgearbeitet werden.  Quelle: Behrens
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Hannover

 Das Land hat die ehrgeizigen Baupläne des Regionsklinikums vorerst ausgebremst. Der Krankenhausplanungsausschuss hat den Neubau des Klinikums in Großburgwedel in der vorgelegten Form abgelehnt. Jetzt müssen die Pläne überarbeitet werden, teilt das Klinikum mit. 

Nach Informationen der HAZ erwartet das zuständige Sozialministerium eher eine stärkere Konzentration im Krankenhausbereich statt Ausweitungen. Das Klinikum will jedoch die drei Standorte im Osten, neben Großburgwedel auch Lehrte und Laatzen, erhalten und sogar ausbauen. Dagegen hatte das Ministerium eher gehofft, dass sich das Klinikum auch im Osten die Strukturentscheidung im Südwesten zum Vorbild nimmt: Dort war das Krankenhaus Springe geschlossen worden, die Klinik in Gehrden wird im Gegenzug erweitert. 

Vom Land gibt es außerdem Kritik an der geplanten Größe der neuen Klinik in Großburgwedel: Derzeit hat Großburgwedel 223 Betten, im Medizinkonzept des Klinikum sind nach Angaben des zuständigen Sozialministeriums noch 150 zusätzliche Betten vorgesehen. Dem Klinikum sei deutlich gemacht worden, dass „dieses Konzept mangels Strukturoptimierungen nicht mitgetragen werden kann“, sagt Ministeriumssprecher Uwe Hildebrandt. Und der Sprecher bleibt deutlich: „Die laut Medizinkonzept erwarteten zusätzlichen Kapazitäten in der Zukunft können in Bezug auf die aktuellen Auslastungszahlen nicht nachvollzogen werden.“ Eine Investionsplanung habe sich an dem tatsächlich zu versorgenden Bedarf und den Kapazitäten im Krankenhausbedarfsplan zu orientieren, sagt Hildebrandt. 

Die Anträge würden jetzt modifiziert, sagt Klinikumssprecher Steffen Ellerhoff. Am grundsätzlichen Konzept werde festgehalten. Beim Neubau von Großburgwedel und der Sanierung in Lehrte soll es bleiben, hieß es auch im Anschluss an die jüngste Sitzung des Aufsichtsrats. Falls notwendig, werde sich die Region auch mit einem „erheblichen Betrag“ beteiligen, ist zu hören. Der Neubau in Großburgwedel ist mit 135 Millionen Euro veranschlagt, die baulichen Anpassungen in Lehrte sollen 17 Millionen Euro kosten. 

Die Regionsversammlung hatte bereits vor zwei Jahren einstimmig für die Baupläne votiert. Nach der Ablehnung des Krankenhausplanungsausschusses soll es jetzt angesichts der drohenden Investitionszuschüsse in der Regionsspitze zwischenzeitlich Überlegungen gegeben haben, den Beschluss der Regionsversammlung in Frage zu stellen. Das ist offenbar aber wieder vom Tisch. 

Die drei Standorte sollen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte bilden. Für Großburgwedel sind Kardiologie, Viszeralmedizin, Urologie und Frauenheilkunde vorgesehen, zudem soll es dort eine Stroke Unit für Schlaganfallpatienten geben. Schwerpunkte in Laatzen sind Orthopädie und Endoprotetik und in Lehrte Altersmedizin. 

Von Mathias Klein

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