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Burgwedel Straße in Kleinburgwedel ist gesperrt
Umland Burgwedel Straße in Kleinburgwedel ist gesperrt
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00:19 12.01.2019
Nur Linienbusse kommen noch durch: Seit Mittwoch versperrt eine Schranke die Ortseinfahrt nach Kleinburgwedel. Quelle: Thomas Oberdorfer
Burgwedel

An diese Sperrung müssen sich die Autofahrer erst noch gewöhnen: Seit Mittwoch blockieren eine Bake und eine Schranke die Einfahrt auf der Großburgwedeler Straße in den Ort Kleinburgwedel. Obwohl im Nachbarort Großburgwedel bereits Schilder auf die Sperrung hinweisen, versuchten am Mittwoch dennoch etliche Autofahrer ihr Glück und mussten dann am Kleinburgwedeler Ortsschild auf der Straße wenden und unverrichteter Dinge zurück nach Großburgwedel fahren. Lediglich Busse können derzeit noch diese Stelle passieren. Deren Fahrer sind in der Lage, die Schranke per Funkfernbedienung zu öffnen.

Diese Umleitungsstrecke zwischen Groß- und Kleinburgwedel richtete die Region Hannover ein. Quelle: Grafik: Amparo Llorens Gracia/Quelle: Region Hannover

Sanierung in zwei Schritten

Bereits in Großburgwedel werden Autofahrer, die nach Kleinburgwedel wollen, über Thönse umgeleitet. Quelle: Thomas Oberdorfer

Hintergrund der Sperrung ist die anstehende Sanierung der Kleinburgwedeler Ortsdurchfahrt. In zwei Schritten soll dies geschehen. Den Anfang macht die Großburgwedeler Straße zwischen dem Ortseingang und dem Abzweig Wallstraße/Ecke Radenstraße. Ist dieser Bereich fertiggestellt, wird in einem zweiten Schritt die Radenstraße saniert. Bis zum Sommer sollen die Arbeiten an beiden Bauabschnitten abgeschlossen sein.

Allerdings: Gegen die am Mittwoch eingerichtete Sperrung regt sich bereits Protest – zumindest gegen den Ort an dem Schranke und Bake in Kleinburgwedel aufgestellt wurden. „Bislang hat man uns immer gesagt, dass die Sperrung erst hinter der Abzweigung in die Straße Neues Land beginnen würde“, sagt Hartmut Segebarth. Nun ist die Straße aber direkt bereits ab dem Ortsschild gesperrt und somit ist die Einfahrt in die Straße Neues Land nicht mehr möglich. Segebarth hat einen Friseurbetrieb in der Straße und fürchtet nun, dass seine Kunden nun nicht mehr den Weg zu ihm finden werden.

Geschäftsleute erstellen Problemliste

Diskutieren über die Baustelle in Wettmar: Geschäftsleute beim Treffen der IWU. Quelle: privat

Dass Bauarbeiten auch ihr Geschäft beeinträchtigen könnten, fürchten auch die Gewerbetreibenden in Wettmar. In dem Ort endete am Mittwoch die Winterpause und seitdem wird auch dort wieder an der Ortsdurchfahrt gebaut. Deshalb haben sich am Dienstagabend Geschäftsleute des Ortes zusammengesetzt, um über Maßnahmen zu beraten, wie sie am besten mit der Baustelle umgehen wollen. Ihr Fazit: „Kommunikation ist der Schlüssel. Wir müssen reden“, sagt Björn Reschke, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Wettmarer Unternehmer (IWU). Gemeinsam hat die Runde, die aus ihrer Sicht bestehenden Probleme mit der Baustelle zusammengetragen und in einer Liste niedergeschrieben. Mit dieser Liste wollen Mitglieder der IWU nun das Gespräch mit der Region Hannover, der Stadt Burgwedel und den Baufirmen suchen, um Lösungen zu finden.

Und das sind die Wünsche der Geschäftsleute: Es geht ihnen in erster Linie um eine bessere Ausschilderung von möglichen Umleitungsstrecken. „Es muss einfach kommuniziert werden, dass jeder Punkt im Ort mit dem Auto erreicht werden kann und dass Ortsunkundige auch die Durchfahrtsmöglichkeiten in Wettmar finden können“, sagt Reschke. Deshalb fordern die IWU-Mitglieder Schilder, die auf innerörtliche Umleitungen hinweisen. Und Reschke hat ein Beispiel parat: „Die Birken-Apotheke beteiligt sich am Notfalldienst der Apotheken in Burgwedel. Es kommt vor, dass Hilfesuchende durch den Ort irren und den Weg zu der Apotheke nicht finden“, erläutert der IWU-Chef.

Die Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Wettmar haben am Mittwoch wieder begonnen. Quelle: Thomas Oberdorfer

Aber die Geschäftsleute wollen auch selber aktiv werden. Ein Plan: Reschke schlägt vor, die Schaufensterscheiben des inzwischen geschlossenen Blumenladens im Ortszentrum als eine Art Informationszentrale für die Baustelle zu nutzen. „Wir könnten dort die jeweils aktuellen Hinweise aushängen“, schlägt er vor. In den nächsten Tagen will Reschke Gespräche mit dem Vermieter führen. Und sie wollen zu einer Baustellenparty einladen. „Das machen wir, sobald das Wetter es zulässt“, erklärt der IWU-Chef und freut sich über die nicht zuletzt durch die Bauarbeiten entstandene „Solidarität unter den Geschäftsleuten des Ortes.“

Von Thomas Oberdorfer

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