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Burgwedel Trecker-TÜV in Thönse hat gut zu tun
Umland Burgwedel Trecker-TÜV in Thönse hat gut zu tun
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00:18 28.02.2018
TÜV-Prüfer Helge Trapp klebt eine blaue Plakette auf. Erst 2020 steht damit die nächste Überprüfung an. Quelle: Heine
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Thönse

 Wenn an einem Sonnabend am Anfang des Jahres besonders viele Trecker im Dorf unterwegs sind, liegt das daran, dass auch Ackerschlepper zum TÜV müssen.

Die Prüfer kommen von alters her zu den Bauern, um die Fahrtüchtigkeit ihrer landwirtschaftlichen Zugmaschinen zu begutachten, bevor sie im Frühjahr wieder zum Einsatz kommen. Etwa 20 Nebenerwerbslandwirte und Hobbytraktoristen nutzten diesmal das Angebot auf dem Hof Müller. Der Service-Tag war erneut von den Treckerfreunden Thönse organisiert worden.

Helge Trapp vom Technischen Überwachungsverein Nord in Hannover und seine Kollegin Kerstin Meyer hatten ein besonders wachsames Auge auf Licht, Hupe und Handbremse. „Bei diesen Teilen treten die häufigsten Mängel auf“, sagte Trapp. Tim Siegmund zum Beispiel ging bei der Plaketten-Vergabe zunächst leer aus, weil die Handbremse seines mehr als 50 Jahre alten Treckers nicht richtig zog. Noch auf dem Hof gelang es ihm aber, den Schaden zu beheben, so dass der Betriebserlaubnis letztlich nichts mehr im Wege stand.

Nur ein Trecker wurde komplett abgelehnt. Bei dem 25 Jahre alten Fahrzeug der Marke Fendt funktionierte das Bremslicht nicht. Prüfer Trapp stellte einen Schaltungsfehler fest und bemängelte außerdem einen erheblichen Ölverlust. Alle anderen konnten mit einer blauen Plakette geschmückt, gültig für zwei Jahre, oder einer Plakette in Orange, gültig für ein Jahr, den Hof wieder verlassen. Allerdings erst, nachdem bei Kaffee und Mettbrötchen noch etwas gefachsimpelt worden war.

Für die TÜV-Prüfer bedeuten die Außentermine wenig Aufwand. Etwas Werkzeug sowie ein Laptop für die Verwaltungsarbeiten reichen aus, um tätig werden zu können. „Wegen der Bauhöhe der Fahrzeuge brauchen wir keine Hebebühne oder einen Arbeitsschacht", sagte Trapp. Bei Treckern gäbe es zudem keine Abgasproblematik – sie dürfen kraft Gesetz auch ohne Feinstaubplaketten in Umweltzonen fahren.

Von Sybille Heine

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