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Burgwedel Polizei fängt vermissten Hund an A7 ein
Umland Burgwedel Polizei fängt vermissten Hund an A7 ein
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00:18 13.01.2019
Liam versteckt sich unter Streifenwagen. Polizisten haben den vermissten Hund auf der L 310 an der Autobahn 7 eingefangen. Quelle: Polizei
Wedemark

Einsatzkräfte der Autobahnpolizei haben eine Hundebesitzerin am Donnerstag besonders glücklich gemacht. Ihren seit drei Tagen vermissten Vierbeiner konnten die Beamten auf der Landesstraße 310 zwischen Gailhof und Fuhrberg im Anschlussbereich der A7 einfangen.

Happy End: Drei Tage wurde Liam vermisst. Am Donnerstagabend kann Marita Lilienthal wieder mit ihm auf dem Sofa schmusen.

Das eineinhalb Jahre alte Tier ist wohlauf, obwohl es eine mehr als waghalsige Flucht hinter sich hat, bei der es sich nicht nur selbst, sondern auch Autofahrer in Gefahr gebracht hat. Mehrere Autofahrer hatten den Schäferhund Liam um kurz nach 12 Uhr auf der Autobahn in Höhe der Anschlussstelle Mellendorf in Fahrtrichtung Hamburg entdeckt und die Einsatzkräfte der Autobahnpolizei alarmiert. Kurz vor dem Autobahndreieck Hannover-Nord sahen die Beamten dann beim Eintreffen das Tier. Auf seiner Flucht überquerte der Schäferhund nach Angaben von Polizeisprecher Philipp Hasse sämtliche Fahrstreifen der Autobahn. Doch zum Glück für Hund und Autofahrer schaffte es der Rüde unverletzt auf den Grünstreifen der Gegenfahrbahn.

An der Anschlussstelle Mellendorf verließ der Hund die gefährliche Strecke wieder und suchte Schutz unter einem geparkten Streifenwagen, der für den Einsatz auf der L 310 stand und die Strecke blockierte. Dort ließ er sich von den Beamten einfangen.

„Ich bin den Polizisten unglaublich dankbar“

Für Marita Lilienthal war es ein aufregender Tag. Die Vorsitzende des Wedemärker Vereins Glücksfellchen Tierhilfe wurde am Mittag von den Polizisten informiert und ist sofort zur Autobahn 7 gefahren. „Ich habe Liam unter dem Polizeiauto hervorgeholt“, sagt sie. Sie ist überglücklich, dass der Rüde wieder da ist. „Ich bin den Polizisten unglaublich dankbar“, sagt sie später im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Vierbeiner erholt sich nun bei ihr Zuhause von den Strapazen der vergangenen Tage. „Er war total fertig.“

Der Schäferhund ist erst kurz nach Weihnachten aus Rumänien in die Wedemark gekommen. Er lebte bis zur seiner Flucht am Montag bei einer Pflegefamilie in Bissendorf-Wietze, berichtet Lilienthal weiter. „Beim Lauftraining ist ein größerer Hund entgegen gekommen. Das war zu viel für Liam und er hat sich losgerissen, obwohl er doppelt gesichert war“, sagt sie. Mehrfach wurde er danach noch in dem Ort gesichtet. „Wir haben Plakate aufgehängt und eine Futterstation eingerichtet“, sagt Lilienthal. Doch einfangen ließ sich Liam bis Donnerstagmittag nicht.

Liam geht es gut

Inzwischen hat der Vierbeiner gefressen und getrunken. „Ihm geht es gut“, sagt die Vereinsvorsitzende am Donnerstagabend am Telefon. Seit 2014 gibt es den Verein, der sich ihren Angaben zufolge um die Vermittlung von Straßenhunden aus Rumänien kümmert. In Raum Hannover gibt es inzwischen rund 20 Pflegestationen, in denen sich die Tiere nach ihrer Ankunft an die neue Umgebung gewöhnen.

Hund sucht neues Zuhause

Auch Liam sucht noch ein neues Zuhause. Lilienthal beschreibt den jungen, kastrierten Vierbeiner als lieben, sanften, offenen und entspannten Hund. „Er mag gerne Streicheleinheiten“, sagt sie. „Er verträgt sich mit Menschen und anderen Hunden.“ Doch seine neue Familie sollte Erfahrung mit Hunden haben.

Interessierte erhalten auf der Internetseite des Vereins auf www.gluecksfellchen.info in einem Steckbrief weitere Informationen über Liam. Wer den Schäferhund gerne aufnehmen möchte, meldet sich bei dem Verein per E-Mail an info@glücksfellchen.de.

Eine Rechnung schreiben die Beamten, die mit mehreren Streifenwagen beim Einfangen geholfen haben, übrigens nicht. Die teilt Polizeisprecher Mirco Nowak am Freitag auf Nachfrage mit. „Der Hund war eine Gefahr für den Verkehr“, sagt der Sprecher. Da müsse die Polizei tätig werden.

Von Julia Polley

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