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Garbsen CDU verabschiedet Erich Pohl aus aktiver Arbeit
Umland Garbsen CDU verabschiedet Erich Pohl aus aktiver Arbeit
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00:17 13.01.2019
Heinrich Dannenbrink (links) würdigt Erich Pohl als engagierten Sozialpolitiker. Quelle: Linda Tonn
Garbsen-Mitte

„Der kann kämpfen, wenn er will“, habe er irgendwann einmal gedacht, erzählte Heinrich Dannenbrink am Mittwochabend beim 25. Neujahrsempfang des CDU-Stadtverbands vor vollbesetzten Tischen in den Rathausterrassen. In einer kurzen lebendigen Ansprache hat der Vorsitzende der CDU/FDP-Ratsfraktion den langjährigen Weggefährten Erich Pohl offiziell verabschiedet. Der Havelser hatte im Sommer 2018 sein Ratsmandat aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt, aus dem Ortsrat Garbsen war er bereits im September 2017 ausgeschieden. In beiden Positionen folgte Pohl Theodoros Poulios nach, der ebenfalls in Havelse wohnt.

Pohl habe immer das Machbare und Vertretbare im Blick gehabt, sagte Dannenbrink. Er würdigte den Sozialpolitiker als engagierten und konsequenten Parteikollegen. Vor 34 Jahren war Pohl in die Partei eingetreten, seit 1995 saß er im Rat der Stadt Garbsen, war Vorsitzender des Kultur- und Sportaussschusses und stritt für Senioren, Alleinerziehende und Migranten.

Am Anfang seiner Tätigkeit sei Pohl gar nicht aufgefallen, erinnerte sich Dannenbrink. Er sei leise und bescheiden gewesen. „Aber immer engagiert“, so der Fraktionsvorsitzende. „Zum Beispiel als er Unterschriften gegen die Schließung einer Einkaufsmöglichkeit in Havelse gesammelt hat.“ Er dankte Pohl, der 2016 mit dem Mutter-Courage-Preis der Mittelstandsvereinigung ausgezeichnet wurde, für seine langjährige Arbeit und verlieh ihm eine Ehrennadel und eine Urkunde für besondere Verdienste.

Impulse aus Berlin

Als besonderen Redner hatten die Christdemokraten Michael Grosse-Brömer eingeladen. Der Bundestagsabgeordnete aus Niedersachsen ist erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion. Bereits im vergangenen Jahr hatten ihn die Garbsener Parteikollegen zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang geladen – damals musste er absagen, weil er in die Verhandlungen zur Großen Koalition in Berlin eingebunden war. Impulse und Antworten aus Berlin hatte sich die Garbsener CDU von ihm gewünscht – Grosse-Brömer suchte in seiner rund 30-minütigen Rede Antworten auf die Frage: „Wird 2019 politisch ein gutes Jahr?“

Dabei kommentierte er unter anderem den Streit mit der CSU und formulierte seinen Standpunkt zu aktuellen Themen wie dem Brexit, Europa, Dieselfahrverboten und Einwanderungsfragen. 2019 werde mit drei Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg und einer Europawahl im Mai ein politisch anspruchsvolles Jahr. „Die CDU muss die richtigen Antworten auf die Fragen der Zeit finden“, sagte Grosse-Brömer auch in Richtung der Garbsener Politiker. Das müsse auch im Kleinen, also in den Kommunen passieren.

Von Linda Tonn

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