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Garbsen Grüne fordern mehr Geld für Schulen
Umland Garbsen Grüne fordern mehr Geld für Schulen
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13:56 15.01.2019
Die Toiletten in der Realschule Garbsen sind in einem schlechten Zustand. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen

Stinkende Toiletten, Schimmel an der Decke und fleckige Teppiche aus den Siebzigerjahren: Die Grünen in Garbsen sind empört über den Zustand der Schulgebäude in Garbsen. Sie fordern, dass die Stadt in diesem Jahr mindestens eine Million Euro zusätzlich investiert und kritisieren SPD und CDU für deren „Sparhaushalt“. Damit stellen sich Grünen auch hinter den IGS-Schulleiter Andreas Hadaschik, der kürzlich einen Brandbrief verschickt hatte. Darin äußert er sich enttäuscht darüber, dass der Rat lediglich 135.000 Euro für notwendige Reparaturen in der IGS freigegeben hat. Die Politik diskutiert derzeit darüber, ob die Schule für rund 75 Millionen Euro neu gebaut werden soll.

Die IGS Garbsen soll für viel Geld neu gebaut oder zumindest saniert werden. Dabei sei etwa die Real- und Oberschule Garbsen in einem viel schlechteren Zustand, sagt Leiterin Claudia Schreyer.

Auch Leiter anderer Schulen haben sich an die Grünen gewandt, teilt der Fraktionsvorsitzende Darius Pilarski mit. Sie seien ebenfalls unglücklich über den Zustand der Gebäude und kritisierten die „fehlende Anstrengung der Stadtverwaltung im Zusammenhang mit Garbsener Schulen.“ Die Leiterin der Caroline-Herschel-Realschule, Claudia Schreyer, hatte etwa zuletzt geklagt, dass das Gebäude aber über Jahrzehnte vernachlässigt worden sei.

Grüne machen sich selbst ein Bild

Die marode Bausubstanz sei Folge der Sparpolitik in Garbsen in den vergangenen Jahren, findet Pilarski. Aus seiner Sicht wollen CDU und SPD diese nun mit dem verabschiedeten Haushalt fortführen. Deshalb wollen die Grünen notfalls „kurzfristig die Aufstellung eines Nachtragshaushaltes fordern“. Zuvor wollen sich die Lokalpolitiker aber ein eigenes Bild über den Sanierungsbedarf machen. Deshalb werden sie in den nächsten Wochen viele Garbsener Schulen besuchen, kündigt Pilarski an.

Schulen sollen Chefsache werden

Parallel dazu fordert er Bürgermeister Christian Grahl dazu auf, die „Schulsanierung als Chefsache zu behandeln“. Er müsse Schulleiter, Politiker und verantwortliche Verwaltungsmitarbeiter an einen Tisch holen, um einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten. „Der Zustand von Schulen beeinflusst das Lernklima und somit auch den Lernerfolg“, betont der Fraktionsvorsitzende.

Von Gerko Naumann

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