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Garbsen „Kickfair“: Margot Käßmann besucht Oberschule Garbsen
Umland Garbsen „Kickfair“: Margot Käßmann besucht Oberschule Garbsen
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18:03 12.03.2019
Maciej (17, links) und Firat (18) erzählen Margot Käßmann von ihren ganz persönlichen Kickfair-Geschichten. Quelle: Jutta Grätz
Auf der Horst

 Fairness, Teamgeist und Verantwortung – diese Werte werden im Sport groß geschrieben. Und auch an der Hauptschule Nikolaus Kopernikus – jetzt Oberschule Garbsen – sind sie entscheidend. Etwa im Projekt „Spielbetrieb“, das als AG begann und bei dem ältere Schüler für die jüngeren unter anderem ein Willkommensturnier auf dem Rathausplatz organisieren. Der Stuttgarter Verein Kickfair unterstützt Lehrer und Jugendliche dabei. Geldgeber sind das Kinderhilfswerk Terre des Hommes und die Stiftung der VW-Belegschaft. Am Dienstag hat Theologin Margot Käßmann die Schule am Planetenring besucht, um sich das Projekt einmal anzuschauen. Die ehemalige Landesbischöfin und Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland ist seit Januar Botschafterin von Terre des Homme.

Fairness, Teamgeist und Verantwortung – diese Werte werden beim Projekt Spielbetrieb im Konzept Kickfair an der Oberschule Garbsen großgeschrieben. Am Dienstag hat Theologin Margot Käßmann das Projekt besucht.

Bei dem Turnier koordinieren Schüler wie Firat (18), Maciej (17) und Dennis (15) den Aufbau des Fußballfeldes, kümmern sich um die Werbung, moderieren die Spiele. Die Fünftklässler, darunter Nareen (11) und Erjon (13), legen die Regeln fest. Gewertet werden nicht nur Tore, sondern auch Teamgeist und Fairness. „Schiedsrichter gibt es keine“, sagt Firat, der das Projekt seit fünf Jahren begleitet. Aber es gelten Regeln, wie „nicht bolzen“, „nicht beleidigen“ und „Jungen und Mädchen spielen gemeinsam“.

Projekt stärkt Jugendliche

„Sport verbindet“, sagt Firat. „Es ist egal, aus welchen Ländern wir kommen, Hauptsache wir sind ein Team“, sagt der 18-Jährige. Er selbst habe sich das Projekt von Kickfair verändert. „Ich war früher eher schüchtern und auch aggressiv.“ Heute sei er unter Freunden und Lehrern anerkannt, bekäme viele positive Reaktionen. Eine wichtige Erfahrung sei auch der Austausch mit Jugendlichen aus anderen Ländern, denn das Projekt läuft weltweit unter anderem in Kenia, Chile und Indien. Firat und Dennis sind als Teamer so gut ausgebildet, dass sie sogar im Sommer ins französische Lyon reisen und helfen, ein Turnier auszurichten. „Das ist ein beeindruckendes Projekt, um Jugendliche stark zu machen“, sagte Käßmann. „Bei Kickfair werden sie gefördert ohne den erhobenen Zeigefinger – und Spaß macht es auch.“

Von Jutta Grätz

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