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Garbsen Schüler befassen sich mit dem Klimawandel
Umland Garbsen Schüler befassen sich mit dem Klimawandel
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00:19 15.09.2018
Eckhard Steinmüller vom Verein JANUN verteilt Pizzastücke. Quelle: Anke Lütjens
Garbsen-Mitte

Was eine Tiefkühlpizza mit dem Klimawandel zu tun hat, das haben am Mittwoch Siebtklässler der IGS erfahren. Teamer Eckhard Steinmüller vom Verein JANUN (Jugend-Aktions-Netzwerk-Umwelt-und-Natur) aus Hannover klärte die Schüler in zwei Klimaworkshops unter dem Titel „Tiefkühlpizza und andere (K)Leckereien“ darüber auf.

Schüler lösen Bilderrätsel

Siebtklässler der IGS haben in Klimaworkshops gelernt, was die Produktion einer Tiefkühlpizza und Kühe mit dem Klimawandel zu tun haben. Dazu war Teamer Eckhard Steinmüller an der Schule zu Gast.

Nach einer kleinen Aufwärmrunde mit Klatschen und Hüpfen, durften die Jungen und Mädchen erzählen, was auf ihre Pizza gehört. „Salami, Mozzarella, Tomatensauce, Thunfisch und Pilze“, riefen die Schüler. Danach verteilte Steinmüller Pizzastücke aus Plastik, die mit Nummern versehen waren. In kleinen Gruppen taten sich die Schüler zusammen, um ein Bilderrätsel zu lösen. Dabei ging es um die Produktionswege einer Tiefkühlpizza von den Zutaten bis zur Verpackung. „Ihr wart schnell“, lobte der Teamer.

Produktion fördert die Erderwärmung

Die Siebtklässler fanden heraus, dass für die Plastikfolie Öl gefördert werden muss, dass es viele Transportwege mit Lastern, Frachtern und Autos gibt, bis die Pizza in der Gefriertruhe liegt oder im Backofen gebacken wird. Das verbraucht nicht nur Energie, sondern wirkt sich durch den Ausstoß von Kohlendioxyd auch auf das Klima und die Erderwärmung aus.

Kühe stoßen Methan aus

Auch, dass Kühe viel Mais fressen, fanden die Schüler heraus. „Bei 45 Kilo Mischfutter und 100 Liter Wasser am Tag produziert jede Kuh 74 Liter Gülle und 32 Liter Milch. Jede Kuh stößt rund 100.000 Liter Methan in ihrem Leben aus. „Methan bleibt länger in der Atmosphäre und ist 25 Mal schädlicher als CO2“, machte Steinmüller deutlich. Klimawandel habe es schon immer gegeben, aber heute verlaufe er viel schneller als früher, betonte er.

Als Ursachen nannte Steinmüller Abgase von Autos, Fabriken und Kraftwerken, aber auch die Abholzung des Regenwaldes. Dieser wird beispielsweise für den Anbau von Sojabohnen als Viehfutter abgeholzt. Das machte Steinmüller mit Fotos deutlich, die im Abstand von 26 Jahren gemacht wurden.

Von Anke Lütjens

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