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Garbsen Schüler fragen Grahl zur Zukunft der Stadt
Umland Garbsen Schüler fragen Grahl zur Zukunft der Stadt
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00:17 17.01.2019
Elftklässler der IGS Garbsen haben mit Bürgermeister Christian Grahl über Nachhaltigkeit und die Zukunft der Stadt Garbsen gesprochen. Quelle: Gerko Naumann
Garbsen-Mitte

Ein elfter Jahrgang der IGS Garbsen hat sich im Unterricht ein halbes Jahr lang mit den Themen Stadtökologie und Nachhaltigkeit beschäftigt. Dabei kam die Frage auf, wie es eigentlich um die Zukunft des eigenen Wohnorts bestellt ist, berichtete Erdkunde-Lehrerin Martina Böse. Deshalb haben sich die Jugendlichen am Montagmorgen mit Garbsens Bürgermeister Christian Grahl im Rathaus getroffen, um mit ihm zu diskutieren.

Wohnraum für jeden Geldbeutel

Und die Schüler kamen direkt zur Sache. „Glauben Sie, dass Garbsen eine nachhaltige Stadt ist?“, wollte eine Elftklässlerin vom Verwaltungschef wissen. Der antwortete diplomatisch: „Wir machen uns viele Gedanken um das Thema Nachhaltigkeit.“ Als konkretes Beispiel nannte Grahl das Thema Wohnungsbau. Bei neuen Baugebieten – etwa dem geplanten in Berenbostel-Ost achteten die Verantwortlichen darauf, dass Wohnraum „für jeden Geldbeutel“ geschaffen werde. Bei der Planung seien außerdem großzügige Grünflächen vorgesehen. Am Ende entscheide in einer Demokratie aber die Politik über die genaue Umsetzung – und die müsse sich auch daran orientieren, was wirtschaftlich machbar und sinnvoll ist.

Elftklässler der IGS Garbsen haben mit Bürgermeister Christian Grahl über Nachhaltigkeit und die Zukunft der Stadt Garbsen gesprochen. Quelle: Gerko Naumann

Als nächstes wollten die Schüler von Grahl wissen, welche Themen in Garbsen in Zukunft entscheidend sein werden. „Es gibt nichts Wichtigeres als das Thema Bildung“, legte sich der Bürgermeister fest. Dazu gehöre zum einen die Ausstattung der Schulen, sagte Grahl und spielte damit auf die Diskussion über einen möglichen Neubau der IGS Garbsen an. Zum anderen müssten Lehrer immer wieder auf gesellschaftliche Entwicklungen wie die Digitalisierung reagieren. „Das ist eine große Herausforderung“, sagte Grahl.

Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?

Ein anderes prägendes Thema sei die Mobilität, sagte der Bürgermeister und traf damit einen Nerv der Jugendlichen. Die kritisierten, dass die Busse von Garbsen nach Hannover zu selten fahren, was ihre Freiheit einschränke. „Wir müssen den Takt bei den Busverbindungen verbessern“, räumte der Verwaltungschef ein. Außerdem wolle er sich weiter für den Ausbau des Radschnellwegs von Garbsen nach Hannover und die Errichtung von Fahrrad-Leihstationen einsetzen. Außerdem sei die Stadt in Gesprächen mit dem Anbieter Moia über eine Ausweitung des Shuttleservices auf Garbsen. „Wir müssen über alternative Modelle der Mobilität nachdenken“, sagte Grahl.

Umfrage: Was wünscht Ihr Euch für Garbsen?

Nina Naomi Schnitzer (16), Havelse Quelle: Gerko Naumann

Vor allem bessere Busverbindungen nach Hannover. Es ist sehr schwierig, abends spontan etwas zu unternehmen. Und unsere Eltern finden es auch nicht so witzig, wenn sie uns ständig abholen müssen.

Dennis Finke (16), Frielingen Quelle: Gerko Naumann

Es müsste mehr Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche geben. In Frielingen fehlt vor allem ein Bolzplatz und ein Ort, an dem sich junge Leute einfach mal treffen können.

Lea Schulze (17), Osterwald Oberende Quelle: Gerko Naumann

Das Internet und Soziale Medien spielen in unserem Leben eine immer größere Rolle. Deshalb wünsche ich mir, dass die Interne-Geschwindigkeit in den Stadtteilen verbessert wird.

Phil Mentz (16), Osterwald Unterende Quelle: Gerko Naumann

Ich wünsche mir, dass die Busverbindungen verbessert werden. Man muss teilweise ziemlich lange auf einen Bus warten und es wäre schön, wenn man flexibler sein könnte.

Von Gerko Naumann

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