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Garbsen Servicebetriebe planen für Wintereinbruch
Umland Garbsen Servicebetriebe planen für Wintereinbruch
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00:17 18.01.2019
Bislang war der Winter mild: „200 Tonnen Salz liegen noch bei den Servicebetrieben“, sagt Meino Heuer. Quelle: Sebastian Stein
Garbsen

Ab dem Wochenende könnte der Winterdienst in Garbsen zum Einsatz kommen. Bis nächsten Mittwoch sei dann mit Minusgraden, Schnee und Sturm um die 70 km/h zu rechnen, sagt Meino Heuer, der die Servicebetriebe der Stadt Garbsen leitet. Dort kommen täglich um halb zwölf die Wetterberichte an. Bislang war alles ruhig – kein Schnee, kaum Glatteis. „Es sieht aber nicht danach aus, dass wir ohne auskommen“, sagt Heuer.

Am Wochenende könnte der Winterdienst erstmals richtig zum Einsatz kommen – bislang war der Winter mild. Die Servicebetriebe in Garbsen sind vorbereitet.

Wie viel Frost und Schnee genau kommen, weiß auch Heuer nicht. „Wir sind aber gut vorbereitet.“ Alle Mitarbeiter wurden in Bereitschaft versetzt. Sollte es dann tatsächlich einen Wintereinbruch geben, informiert ein Kontrollfahrer um 2 Uhr nachts den Einsatzleiter. Per Pieper werden 25 Mitarbeiter gerufen, die dann ab 3 Uhr mit der Arbeit beginnen. Zum Berufsverkehr sollen dann die Straßen freigeräumt sein.

Wenn es nicht schneit, repariert das Team die Straßen

Bislang kam der Winterdienst allerdings kaum zum Einsatz. Doch was machen die Mitarbeiter, wenn sie nicht gerade mit dem Schneepflug die Straßen räumen? „Wir sitzen hier nicht rum und warten drauf, dass es schneit“, sagt Heuer. Wenn nichts passiert, hat das 50-köpfige Team einen ganz normalen Arbeitstag – repariert Straßen und macht Gartenarbeiten. Lange und harte Winter führten also dazu, dass keine Straßen repariert werden, sagt Heuer.

Der Klimawandel zeigt sich im Salzverbrauch

Das Salzlager der Servicebetriebe ist noch gut gefüllt. 200 Tonnen liegen im Betriebshof in Havelse – drei Jahre lang kann das Salz benutzt werden. Normalerweise werden in einem Winter über 400 Tonnen Salz verbraucht, in den letzten Jahren jedoch nur maximal 150 Tonnen. Der Klimawandel mache sich im Salzverbrauch bemerkbar, sagt Heuer. Bisher musste der Winterdienst nur auf Brücken streuen. Der geringere Salzverbrauch komme aber natürlich der Umwelt und auch den Finanzen der Stadt zu Gute, sagt der Betriebsleiter.

Doch der Schein des milden Winters kann auch trügen. „Man wiegt sich bei diesem Wetter in Sicherheit“, sagt Heuer. Deswegen richtet er sich nach den Prognosen der Klimaforscher, die sagten, es schneie immer seltener, dafür aber umso drastischer. Bei einer Katastrophe wären alle Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Zu Szenen wie aktuell in Bayern komme es aber eher nicht. „Wir können die Probleme schneller bearbeiten, weil wir keine Berge haben.“ Der Langzeitbericht habe diese Entwicklung schon vorausgesagt. Heuer und sein Team trifft sowohl der bislang ausgebliebene Winter als auch der bevorstehende Einbruch nicht unvorbereitet.

Wann und wo werden die Straßen geräumt?

Die mehr als 50 Mitarbeiter der Servicebetriebe arbeiten im Schichtdienst. Wenn es schneit oder friert, ist die Tagschicht bis 22 Uhr im Einsatz. Zwischen 22 Uhr und 3 Uhr herrscht Nachtruhe – dann wird in der Stadt Garbsen nicht geräumt. Die Nachtruhe betrifft jedoch nicht die Autobahnen um Garbsen, die rund um die Uhr von Mitarbeitern des Landes geräumt werden. Genauso verhält es sich auch im Katastrophenfall – dann sind auch in der Stadt rund um die Uhr alle Mitarbeiter im Einsatz.

Die Mitarbeiter des Nachtdienstes in Garbsen beginnen um 3 Uhr und räumen bis zum morgendlichen Berufsverkehr die Straßen frei. Der Großteil der 16 Fahrzeuge startet vom Betriebshof und beginnt mit den Hauptverkehrsstraßen, Schulwegen und Wegen vor Bushaltestellen.

Für den privaten Gebrauch können sich Bürger kostenlos zwei Eimer Split am Betriebshof an der Straße Im Alten Dorfe 37 in Havelse oder am Friedhof am Planetenring im Stadtteil auf der Horst abholen.

Von Sebastian Stein

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