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Garbsen Das ist der neue Leitwagen der Feuerwehr
Umland Garbsen Das ist der neue Leitwagen der Feuerwehr
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00:16 07.07.2018
Das ist der neue Einsatzleitwagen der Feuerwehren in Garbsen. Quelle: Gerko Naumann
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Garbsen/Osterwald

Bei den Feuerwehren in Garbsen kommt es im Notfall vor allem auf eines an: Eine reibungslose und schnelle Kommunikation zwischen den Einsatzkräften. Die wird ab sofort aus einem neuen Einsatzleitwagen gesteuert, den die Stadt Garbsen für 350.000 Euro gekauft hat. Bei einem Flächenbrand auf einem bereits abgeernteten Getreidefeld in Osterwald Oberende war das Fahrzeug am Dienstagnachmittag zum ersten Mal im Einsatz – und die Premiere ist geglückt, findet Garbsens Stadtbrandmeister Ulf Kreinacker: „Das Ding ist wirklich gut.“

Das „Ding“ ist ein modern ausgestattetes Fahrzeug der Marke MAN mit 220 PS und einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 8200 Kilogramm. Die werden auch benötigt, vor allem für die Technik zur Kommunikation – also Telefone, Computer, Funkgeräte und Bildschirme. Für die passende Ausstattung hat sich eine dreiköpfige Expertengruppe, bestehend aus Garbsener Feuerwehrleuten, seit Jahren eingesetzt, betont Kreinacker.

Ehrenamtliche sparen der Stadt viel Geld

Die Ehrenamtlichen haben der Stadt in mühevoller Kleinarbeit genau aufgelistet, welche Geräte sie brauchen und wofür. „Unsere Leute haben die Ausschreibung vorbereitet und begleitet und der Stadt damit auch eine Menge Geld gespart“, sagt der Stadtbrandmeister. Die Neuanschaffung sei dringend notwendig gewesen. Das alte Einsatzleitfahrzeug war vor 22 Jahren gekauft worden – und damals schon gebraucht gewesen.

Der neue Wagen soll nun im besten Fall für die nächsten 30 Jahre halten. Natürlich muss die Technik immer wieder auf den neusten Stand gebracht werden, sagt Kreinacker. Damit wird schon bald begonnen, denn die Funkgeräte der Feuerwehren in der Region Hannover wird von analoger auf digitale Technik umgestellt. Zum Einsatz kommt der neue Wagen immer dann, wenn mindestens drei Feuerwehren ausrücken. Die Führungskräfte können dann auf folgende technische Hilfsmittel zurückgreifen.

Im Funkraum hält Dirk Struck von der Feuerwehr Garbsen Kontakt zu seinen Kameraden. Quelle: Gerko Naumann

Der Funkraum

Im vorderen Bereich des Fahrzeugs läuft die gesamte Kommunikation zusammen. Dort sitzen immer mindestens zwei Mitglieder der ELO (Einsatzleitung Ort) und sprechen per Funk und Telefon mit der Einsatzleitstelle in Hannover und geben ihre Erkenntnisse an die Helfer der verschiedenen Feuerwehren vor Ort weiter.

Wie ist die Lage? Jens Schmidt (von links), Stadtbrandmeister Ulf Kreinacker und Rouven Schmitt tauchen sich im Besprechungsraum aus. Quelle: Gerko Naumann

Der Besprechungsraum

Der Besprechungsraum weiter hinten im Fahrzeug ist das Herzstück. Hier versammeln sich die Verantwortlichen von Feuerwehr, Polizei, Rettungskräften und Stadtverwaltung um das Vorgehen zu besprechen. An einem großen Monitor können sie die Lage überblicken. Und der Raum hat noch einen Vorteil, sagt Stadtfeuerwehrsprecher Stefan Müller: „Es gibt eine Klimaanlage.“

Über diesen Generator wird der Einsatzleitwagen mit Strom versorgt. Quelle: Gerko Naumann

Der Generator

Die Stromversorgung des Fahrzeugs wird komplett von einem mit Benzin betriebenen Generator gewährleistet. „Damit ist der Einsatzleitwagen komplett autark versorgt“, sagt Rouven Schmitt von der Feuerwehr Stelingen. In zwei Metallkisten über dem Gerät sind Lautsprecher untergebracht, mit denen die Feuerwehrleute Anwohner im Notfall warnen und informieren können.

Mit diesen Antennen können die Feuerwehrleute auf ihr eigenes Handynetz und WLAN zurückgreifen. Quelle: Gerko Naumann

Die Antennen

Besonders auffällig sind die Funkmasten, die meterweit in den Himmel ragen. Sie sorgen dafür, dass die Mobiltelefone der Helfer auch an abgelegenen Orten funktionieren, etwa im Wald. „Wir können unser eigenes Handynetz und sogar WLAN in einem Umkreis erzeugen“, berichtet Schmitt. Zudem werden die Antennen für den geplanten Digitalfunk benötigt.

Das ist der neue Einsatzleitwagen der Feuerwehren in Garbsen. Quelle: Gerko Naumann

Von Gerko Naumann

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