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Garbsen So soll der Verkehr in Garbsen 2030 laufen
Umland Garbsen So soll der Verkehr in Garbsen 2030 laufen
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16:10 15.02.2019
Dirk Perschel und Andreas Richter von der Stadtverwaltung präsentieren das neue Mobilitätskonzept 2030 der Stadt Garbsen Quelle: Sebastian Stein
Garbsen

Ob Campus-Baustelle, Berenbostel-Ost oder die Neue Mitte: Garbsen wird sich in den nächsten Jahren enorm verändern – und wachsen. Das hat auch Auswirkungen auf den Verkehr. Die Stadtplaner wollen trotz steigender Einwohner- und Fahrzeugzahlen den Autoverkehr in Garbsen bis 2030 um 5 Prozent senken. Gleichzeitig sollen Fahrradfahrer, Fußgänger und Elektromobilität gestärkt werden. All das ist im neuen Mobilitätskonzept 2030 niedergerschrieben – 200.000 Euro jährlich will die Stadt für die Umsetzung ausgeben.

Warum gibt es jetzt ein Mobilitätskonzept für 2030?

Die letzten Pläne zur Verkehrsentwicklung liegen mehr als zehn Jahre zurück. In den neuen Plänen für 2030 sind die Auswirkungen durch die Bau- und Gewerbegebiete Campus Maschinenbau, Neue Mitte, Bosse-See und Berenbostel-Ost einberechnet. Die Zahlen kommen von Verkehrszählungen aus 2014 und wurden mit einem Simulationsmodell für die kommenden Jahre weiterentwickelt. Zudem hat die Stadt 1500 zufällig ausgewählte Bürger befragt, wie sie sich fortbewegen. Für die Planung des neuen Konzepts hat die Stadt 140.000 Euro investiert. Das Ziel: „Die Belastung für die Bürger soll gesenkt werden oder zumindest gleichbleiben“, sagt Dirk Perschel, Leiter des Fachbereichs Bauberatung, Verkehr und Stadtgrün.

Wie soll den Autoverkehr sinken?

Noch sei Garbsen eine Autostadt, meint Perschel. Pro Haus oder Wohnung werden statistisch dreieinhalb Fahrten am Tag gemacht. Dabei liegt die überwiegende Fahrtenlänge bei weniger als fünf Kilometern. „Inbesondere für diese kurzen Wege soll das Auto stehen gelassen werden“, sagt Perschel. Breitere und sicherere Gehwege könnten stattdessen Lust auf den Weg zu Fuß machen. Für längere Fahrten spielen in den Planungen Carsharing-Angebote ebenso wie der VW-Sammeltaxidienst Moia eine Rolle – „inbesondere weil Regiobus sein Angebot zurückfährt“, sagt Andreas Richter, Leitung Verkehr und Straßenbau.

Welche Großprojekte stehen auf dem Plan?

Mit dem Radschnellweg von Hannover nach Garbsen und der Stadtbahnverlängerung nach Garbsen-Mitte sollen Radverkehr und öffentlicher Nahverkehr attraktiver werden. Derzeit ist noch unklar, ob und wann genau gebaut wird. Für den neuen Stadtbahnendpunkt könnte dann die Berenbosteler Straße vor dem Rathaus für Autos gesperrt werden. Ansonsten sollen keine Straßen zurückgebaut werden, meint Perschel. Konkreter sehen die Pläne für eine Ringbuslinie zwischen Garbsen-Mitte, dem Campus Maschinen und Berenbostel aus. Zudem soll ein Fahrradparkhaus mit 100 Stellplätzen und einer Ladestation für Elektrofahrräder gebaut werden.

Was ändert sich in den einzelnen Stadtteilen?

In den Stadtteilen hat die Verwaltung einige Wünsche der Bürger aufgegriffen. Darunter fallen vor allem Aspekte der Verkehrssicherheit: Verlängerung von Gehwegen, Verzicht auf Stellplätze am Fahrbahnrand, barrierefreie Gestaltung der Bushaltestellen sowie zusätzliche Querungshilfen. Alle Details finden sich in der kostenlosen Kurzfassung des Mobilitätskonzepts, die sich Interessierte im Bürgeramt abholen können.

Was wird tatsächlich umgesetzt?

Das Mobilitätskonzept 2030 ist zunächst einmal ein Plan. Welche Vorhaben dann in die Realität umgesetzt werden, hänge laut der Planer sowohl von den politischen Entscheidungen des Rates ab als auch von anderen Faktoren wie der Region oder der Stadt Hannover. Für Perschel ist aber schon jetzt klar: „Wir werden sicher nicht alle Maßnahmen verwirklichen können.“

Von Sebastian Stein

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